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Grimma Andy Brandt will Naunhofer Wohnbau vergrößern
Region Grimma Andy Brandt will Naunhofer Wohnbau vergrößern
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20:00 05.02.2018
Porträt GF Andy Brandt (31), Naunhofer Wohnbau GmbH, hier im Büro im Rathaus Naunhof Foto: Andreas Döring BOG MTL Quelle: Andreas Döring
Naunhof

„Ich hoffe, angekommen zu sein“, sagt Andy Brandt. Der 31-Jährige hat mehrere Jobs hinter sich, jetzt will er so schnell nicht wieder wechseln. Als neuer Geschäftsführer der Naunhofer Wohnbau GmbH steckte er sich Ziele, die das kommunale Unternehmen stärken sollen.

Industriemechaniker, danach Studium in Vermögenswissenschaften und Immobilienwirtschaft, Verwalter von Wohnungseigentumsgemeinschaften, zuletzt Schaffung von Wohneigentum in halb Sachsen, verbunden mit vielen Pendelfahrten. „Das alles waren Karriereschritte“, fasst der Bad Lausicker seinen bisherigen Berufsweg zusammen. „Naunhof soll keine Durchgangsstation werden. Ich möchte lange bleiben, wenn auch nicht für den Rest meines Lebens.“

In der LVZ war seine Mutter auf die Ausschreibung des Postens gestoßen. Er bewarb sich und erhielt den Zuschlag. Das war vor einem halben Jahr. Inzwischen hatte er genügend Zeit, sich einen Überblick über das 100-prozentige Tochterunternehmen der Stadt zu verschaffen, sich in die Materie einzufuchsen.

„Es steht auf gesunden Füßen“, bilanziert er. Zu verdanken sei das seinem Vorgänger Michael Busch, der eine gute Arbeit geleistet habe, dessen Vertrag der Stadtrat aber nicht verlängert hatte. „Während der Vakanz“, so Brandt, „haben unsere zwei Beschäftigten alles solide weitergeführt, so dass nichts liegenblieb.“

400 Wohnungen betreut das Unternehmen, die meisten davon gehören der Stadt. Weil diese zurzeit ein Haus nach dem anderen verkauft, nimmt dieser Bestand ab – Brandt und sein Team haben darauf keinen Einfluss. Ihr eigentlicher Schatz sind die 275 Wohnungen, die der Gesellschaft selbst gehören. Viele befinden sich an der Klingaer Straße, weitere übers ganze Stadtgebiet verteilt, eine sogar in Fuchshain. „Seit Jahren sind sie zu 100 Prozent belegt. Dank der Nähe zu Leipzig und weil sie gut in Schuss sind, haben wir Anfragen ohne Ende, jeden Tag mindestens einen Anruf“, schildert der Geschäftsführer.

Auf diesen Trend will er reagieren. Seine Ambitionen sind es, jedes Jahr ein Haus hinzuzukaufen und zu sanieren. „Dadurch verbessert sich nicht nur das Stadtbild, sondern unser Unternehmen wächst kontinuierlich“, meint er. Investieren will er auch in den bisherigen Bestand. Als nächstes würden zwei Häuser an der Klingaer Straße von außen gedämmt und frisch gestrichen. Für die Gartenstraße 28 sei eine Kernsanierung vorgesehen.

Das Computersystem der Gesellschaft hat Andy Brandt zum Jahreswechsel komplett umgestellt. Das neue Programm basiert auf einer Cloud, so dass der technische Mitarbeiter mit seinem mobilen Gerät auf alle wichtigen Dateien unterwegs zugreifen kann und nicht erst im Büro eine Akte ziehen muss. Mietschuldner werden schneller ausfindig gemacht, weil die Software automatisch anzeigt, wer sein Geld nicht pünktlich überwiesen hat.

Ein neues Zeitalter also, das junge Leute neugierig machen soll. Brandt nutzte seine Kontakte zur Berufsakademie Leipzig, in der er studiert hatte, um eine Kooperation ins Leben zu rufen. Studenten der Fachrichtung Immobilienwirtschaft können den praktischen Teil ihrer dualen Ausbildung in der Naunhofer Wohnbau GmbH absolvieren. „Hier werden sie für alle anfallenden Aufgaben eingesetzt, bei der Leitung von Sanierungen, der Verwaltung und technischen Betreuung von Immobilien, beim Erstellen von Nebenkostenabrechnungen und bei Mietergesprächen“, zählt Brandt auf. Mit einem ersten Studenten konnte ein entsprechender Vertrag geschlossen werden, er beginnt seine Tätigkeit im Oktober.

Warum das alles? „Man muss die Jugend ausbilden, es braucht Fachkräfte“, ist Brandt überzeugt. „Außerdem werden unsere Mitarbeiter nicht jünger, auch wenn sie noch ein paar Jahre im Berufsleben stehen.“ Der neue Chef denkt lieber schon jetzt an das Übermorgen, an Nachwuchs. Er will eben auch dann noch das Unternehmen gut leiten.

Von Frank Pfeifer

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