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Anke Vetter stellt ab Sonntag im Naunhofer Turmuhrenmuseum aus

Glas-Kunst Anke Vetter stellt ab Sonntag im Naunhofer Turmuhrenmuseum aus

Sie wuchs in Hohburg auf und machte in Wurzen das Abitur. Ihre Kunst lernte sie aber in Chile. Anke Vetter bringt Glas in eine andere Form. Was dabei entsteht, zeigt sie ab Sonntag mehrere Monate lang im Naunhofer Turmuhrenmuseum.

Konservierte Historie: Anke Vetter verbrennt zwischen Glasscheiben alte Texte.

Quelle: Andreas Döring

Naunhof. Sie wuchs in Hohburg auf und machte in Wurzen das Abitur. Ihre Kunst lernte sie aber in Chile. Anke Vetter bringt Glas in eine andere Form. Was dabei entsteht, zeigt sie ab Sonntag mehrere Monate lang im Naunhofer Turmuhrenmuseum.

Als Austauschschülerin – da war sie gerade mal 15 – verbrachte sie einen Monat in Buenos Aires und verliebte sich sofort in Südamerika. Nach dem Abi studierte sie in Leipzig Deutsch als Fremdsprache und Hispanistik. Zwischendurch verbrachte sie längere Zeit in Santiago de Chile, wo sie die Technik des Glass Fusings erlernte.

Handelsübliche Gläser und Flaschen erhitzt sie zu Hause in Leipzig in einem Tonbrandofen auf 700 bis 800 Grad. Je nachdem, welche Hitze sie wählt und welche Formen sie unters Glas legt, nehmen die Exponate unterschiedliche Gestalten an. Da sehen ehemalige Flaschen schon mal aus wie zwei grüne Pumps oder als hätte sich ein Elefant drauf gesetzt. Da wirken Trinkgefäße, die sie mit alten Fahrradschläuchen und Birkenästchen zu Sets zusammenfügt, leicht verschoben. „Es ist für mich faszinierend, wie man so ein festes Material noch mal weich machen und verformen kann“, schwärmt sie.

Den Ofen braucht sie auch für ihre Art, zwei Glasscheiben miteinander zu verschmelzen. Zwischen ihnen schließt sie alte Texte ein, die dort verbrennen. „Das Papier ist vergänglich, hinterlässt aber einen Rußabdruck, in dem Textteile noch erkennbar bleiben“, erklärt sie. „Etwas Historisches wird also konserviert und übt damit noch Einfluss auf das Heute aus. Es kann nicht ganz gelöscht werden.“

Völlig anderer Natur sind die Glascollagen, die Anke Vetter mit nach Naunhof bringt. Dafür fügte sie Malereien in alte Fensterrahmen ein. Die Motive dafür entdeckte sie in Chile.

Eröffnet wird die Ausstellung mit den Werken am Sonntag 15 Uhr. In gewohnter Weise bietet der Turmuhrenmuseum-Verein seinen Besuchern im hauseigenen Café hinterher Kaffee und Kuchen an.

Von Frank Pfeifer

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