Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Grimma Anlieger sind gegen Dorfplatz-Erneuerung
Region Grimma Anlieger sind gegen Dorfplatz-Erneuerung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:00 14.07.2018
Der Dorfplatz im Grimmaer Ortsteil Dorna gibt ein trauriges Bild ab. Quelle: Frank Prenzel
Grimma/Döben

 Die Sanierung des Dorfplatzes im Grimmaer Ortsteil Dorna rückt wohl wieder in weite Ferne. Das Gros der fünf bis sechs Anlieger hat sich inzwischen gegen eine Erneuerung ausgesprochen –vermutlich wegen der Straßenausbaubeiträge, die auf sie zukommen würden. Das war die Botschaft, die Uwe Gaitzsch (Wählervereinigung Döben) Donnerstagabend dem Ortschaftsrat von Döben verkündete. Er hatte den Auftrag, mit den Anliegern das Thema noch einmal konkret zu besprechen.

Ortsvorsteher ist tief enttäuscht

Ortsvorsteher Michael Gessel (Wählervereinigung Döben) zeigt sich tief enttäuscht, denn der Ortschaftsrat hatte sich auf Wunsch der Dornaer des Problems angenommen und bei der Stadtverwaltung Druck aufgebaut. „Jetzt haben wir was unternommen, etliche Termine gemacht und Gestaltungsvarianten vorgestellt. Und auf einmal überlegen es sich die Anwohner anders“, ärgert er sich wie die anderen Ortschaftsräte auch. Er befürchtet, dass der jahrelange Kampf, einen Schandfleck in Dorna zu beseitigen, umsonst gewesen ist.

Fördermittel zur Beseitigung des Schandflecks

Laut Gessel seien für die Sanierung sogar Fördermittel anvisiert. Dadurch würden nicht nur die Baukosten für die Stadt, sondern auch die Ausbaubeiträge für die Anrainer sinken. Der Platz ist mit Schlaglöchern übersät, die Zufahrten zu den Grundstücken sind ausgefahren. Auch die Gesamt-Optik lässt zu wünschen übrig. Glas- und Altkleidercontainer verunzieren eine Wiese, die ihren Namen nicht verdient. Nach ersten Schätzungen würde eine Sanierung 50 000 Euro kosten. Oberbürgermeister Matthias Berger hatte nicht ausgeschlossen, dass die Erneuerung für 2019 im Haushalt verankert wird (die LVZ berichtete).

Projekt auf der Kippe

Das Projekt stehe nun auf der Kippe, sagt Gessel und zeigt sich etwas ratlos. Denn gegen die Anlieger wolle man natürlich nichts unternehmen. Leider seien zur jetzigen Ortschaftsratssitzung weder die Anrainer noch andere Dornaer anwesend gewesen. Gessel appelliert an die Dorfbewohner, ihre Ansicht zur Dorfplatzerneuerung darzulegen. „Es ist ein zentraler Platz, das Thema geht alle an“, sagt der Ortsvorsteher. „Wenn niemand eine Änderung will, bleibt er auf Jahre ein Schandfleck.“

Der Ortschaftsrat wird die Stadtverwaltung nun auffordern, von den Anliegern ein schriftliches Bekenntnis abzufordern. So solle ein eindeutiges Ja oder Nein dokumentiert werden, sagt Gessel.

Von Frank Prenzel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Es war bis zum Ersten Weltkrieg das größte Ereignis in Grimma: die Gewerbe- und Industrieausstellung im Juni 1908 auf dem damaligen Schützenplatz. Das Kreismuseum Grimma widmet ihr ab 22. Juli eine Sonderausstellung.

17.07.2018

Neue Wasserleitungen lässt Naunhof in Ammelshain verlegen. Damit soll sich der Druck verbessern. Die Arbeiten werden mit dem laufenden Straßenbau im Ort getaktet, der sich jedoch verzögert.

17.07.2018

Eine Woche waren die Mozartkinder zu Gast in Colditz. Am Sonnabend verabschieden sie sich gleich zweimal: 14 Uhr geben sie ein Konzert in der Landesmusikakademie, ehe sie ab 19.30 Uhr beim Lichterlabyrinth vorm Schloss mitwirken.

17.07.2018