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Grimma Anona kämpft noch mit Flutfolgen
Region Grimma Anona kämpft noch mit Flutfolgen
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15:55 19.05.2015
Informationsaustausch: Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) sagt bei seinem Besuch dem Geschäftsführer, Wolfram Eismann, Hilfe zu. Quelle: Robin Seidler

Nun kam es nach elf Jahren wieder und stand auf dem Betriebsgelände einen halben Meter höher als damals. Eine Höhe von 1,80 Metern erreichte es in den Hallen. Doch selbst wenn das Wasser nur drei Zentimeter in den Betrieb gelaufen wäre - auch dann ist es schon problematisch", so Eismann. Der Anona-Geschäftsführer dankte der Feuerwehr, den Mitarbeitern und Bürgern, die beim Aufräumen halfen. Doch bei den kaputten Maschinen mussten Spezialfirmen ran. "Diese sind an einem Wochenende eigens aus Italien angereist, um alles zu reparieren", lobt Eismann.

Der entstandene Schaden ist immens. Eismann beziffert ihn auf sechs Millionen Euro. Versichert ist das Unternehmen. "Doch es wird nicht reichen, um einen Neubau zu finanzieren, sondern nur um die Schäden zu reparieren. Am liebsten würden wir umziehen. Denn nicht nur die Zwickauer Mulde ist ein Sorgenkind, sondern auch die innerstädtische Entwässerung und der Tiergartenbach", sagt Eismann. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) sagte bei seinem Besuch in Colditz Hilfe zu. Dennoch: Durch das Hochwasser hat das Unternehmen zwölf bis 15 Produktionstage verloren. "Was noch mehr wiegt als der Schaden ist die Einschränkung der Produktionsabläufe. Nur wenn wir produzieren, können wir Kunden halten und gewinnen. Ist das nicht möglich, entsteht ein Schaden, den wir nicht beziffern können. Der Kundenverlust ist dramatischer", so Eismann. Durch die Ereignisse im Juni verzichtete Anona auf eine offizielle Einweihung des Werk II. Diese war ursprünglich für den 28. Juni geplant. Der Betrieb läuft inzwischen seit über zwei Monaten.

Diese besteht im Wesentlichen aus drei Bereichen. "Im Wareneingang werden die Leerdosen gelagert, im zweiten Bereich ist die eigentliche Produktion. Die Produkte dafür werden weiterhin im Werk I in der Stadt hergestellt", informiert der Kaufmännische Geschäftsführer des Unternehmens, Matthias Dietzsch. Der dritte Bereich im Werk II besteht aus dem Fertigwarenlager, von dem aus die Produkte nach Europa exportiert werden. In der Produktionsstätte in der Stadt sind derzeit zirka 250 Mitarbeiter beschäftigt, im Werk II 200. In der Verpackungsabteilung liegt die Frauenquote bei ungefähr 80 Prozent. "Wir legen darüber hinaus sehr viel Wert auf die Nachwuchsförderung", sagt Wolfram Eismann. Ein Beispiel dafür ist Anne Dechert. Die 26-Jährige absolvierte ihre Ausbildung im Unternehmen und leitet seit drei Jahren die Verpackungsabteilung mit 100 Angestellten. "Viele von den Mitarbeiterinnen sind auch Mütter, haben so also die Chance, wieder ins Berufsleben einzusteigen", sagt sie.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.09.2013

Robin Seidler

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