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Anschlag auf TV-Verteilerkasten in Wurzen

Anschlag auf TV-Verteilerkasten in Wurzen

 Wurzen. Rund 800 Wurzener müssen seit gestern Morgen ohne Fernsehbilder auskommen. Unbekannte zerstörten in der Silvesternacht mit Hilfe von Feuerwerkskörper einen Verteilerkasten des Kabelanbieters Primacom.

Geschätzter Schaden rund 30000 Euro. Wieder haben sie zugeschlagen. Doch diesmal sind Schaden und Wirkung weit aus größer. Wie zum Jahreswechsel 2008/09 brachen auch diesmal in der Silvesternacht Unbekannte einen der drei Verteilerkästen der Kabelfernseh-Firma Primacom an der Ecke zwischen Markt und Badergasse auf und lassen Feuerwerkskörper darin detonieren.

Resultat: Ein Brand bricht aus, in bis zu 800 Wohnungen bleibt die Mattscheibe dunkel. Bis gestern Abend war unklar, wann die Primacom-Kunden wieder am funktionstüchtigen Kabel hängen werden. Ein Bild der Verwüstung bietet sich an der Ecke Badergasse/Marktplatz am Neujahrsmorgen. Einer der drei Verteilerkästen ist durch die Flammen verklumpt, fast pulverisiert. Eine schwarze Rußschicht zieht sich meterhoch an der Fassade der alten Brauerei entlang. „Mit Pulver konnten wir schnell löschen, doch den Schaden nicht verhindern“, sagt Stadtwehrleiter Thilo Bergt, dessen Truppe gegen 1.45 Uhr alarmiert wird. Gegen 10 Uhr trifft der Primacom-Havariedienst-Mitarbeiter ein. „Das dauert länger“, sagt der mit Kennerblick. Auf einen Termin, wann der Schaden behoben sein wird, will sich auch Havarie-Teamleiter Ralf Maass nicht festlegen, der wenig später vor Ort ist. „Wir müssen in die Erde gehen und schauen, was da alles beschädigt wurde. Natürlich werden wir tun, was wir können. Aber versprechen kann ich nichts.“ Den Schaden beziffert er auf rund 30000 Euro. Polizeibeamte dokumentieren den Schaden, nehmen die Anzeige auf. Ihre Hoffnung, dass die Webcam im Schaufenster des am Tatort gegenüberliegenden Computergeschäfts möglicherweise Bilder von den Übeltätern liefern könnte, erfüllen sich nicht. „Die Aufnahmen werden nicht gespeichert“, sagt die Eigentümerin. Die Beamten gehen nach ersten Vermutungen davon aus, dass die Täter mit illegalen Böllern den Verteilerkasten in Brand setzten. Dafür sprächen Funde in der Nähe des Tatorts. Die Ermittlungen dauern an.

Drago Bock

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