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Grimma Arbeitslosenzahl im Landkreis Leipzig deutlich reduziert
Region Grimma Arbeitslosenzahl im Landkreis Leipzig deutlich reduziert
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15:11 19.05.2015
Jörg Altmann Quelle: Archiv

Die Jahresbilanz, die jetzt von Amtsleiter Jörg Altmann und Katja Herfurth (Controlling) vorgelegt wurde, fällt allerdings durchaus positiv aus. Von Oktober 2012 bis Oktober 2013 sei die Zahl jener Arbeitslosen, für die das KJC zuständig sei, immerhin um knapp 1300 gesenkt worden von etwa 8700 auf etwa 7400.

Die Zahl jener Arbeitslosen, die von der Arbeitsagentur betreut werden, sei im gleichen Zeitraum um lediglich knapp 100 auf etwa 3400 gesunken, so das KJC. Die Gesamtarbeitslosenquote des Landkreises im Oktober 2012 von 8,7 Prozent teilte sich laut KJC auf 6,2 Prozent in ihrem Bereich und 2,5 Prozent im Bereich der Arbeitsagentur auf. Im Oktober dieses Jahres lag die Gesamtquote bei 7,8 Prozent. Dabei kamen unverändert zum Vorjahr 2,5 Prozent aus der Arbeitsagenturzuständigkeit, während die Quote des KJC auf 5,4 gesunken sei.

Bei der Vermittlung ihrer Klientel stößt das Jobcenter regelmäßig auf Hemmnisse. Der Gesundheitszustand spielt eine Rolle, fehlende oder auf dem Arbeitsmarkt nicht gefragte Qualifikation stehen einer Beschäftigungsaufnahme im Wege und mehr als zehn Prozent der betreuten Arbeitslosen haben inzwischen auch Suchtprobleme. "Soziale Hintergründe beeinflussen unsere Arbeit in starkem Maße", so Altmann. Bei einem Betreuungsschlüssel von 1:175 - nur in der Altergruppe über 50 Jahre kommt ein Fallmanager auf 100 Arbeitslose - Erfolge zu erzielen, ist nicht leicht.

Aber laut Altmann gelungen: "Unsere Maßnahmen fruchten." Die betreuten Personen würden beispielsweise mit sogenannten Aktivierungsmaßnahmen auf die Aufnahme einer Arbeit vorbereitet, für Arbeitgeber könnten auch Fördermittel für maximal zwei Jahre ausgereicht werden. Es gebe ein Budget für Eingliederungsmaßnahmen, erklärte Katja Herfurth. In Konferenzen mit den zuständigen Teams werde zum Beispiel darüber beraten, wo Bedarf vorhanden sei, wo eine fortlaufende Betreuung durch sogenannte Lotsen erforderlich sein könnte, wo Sucht- oder Schuldenprobleme gelöst werden müssten.

Auch die Zahl der Bedarfsgemeinschaften ist von Oktober 2012 bis Oktober 2013 gesunken - von knapp 15 000 auf gut 14 000. In dieser Gruppe sind auch jene Personen enthalten, die trotz einer Arbeitstätigkeit Unterstützung benötigen. Laut KJC verfügen 52 Prozent der Bedarfsgemeinschaften über anrechenbares Einkommen. Nur wenige allerdings - knapp 1300 - erzielen dabei Einnahmen über 800 Euro, etwa 2700 kommen auf Einkünfte zwischen 400Euro und 800 Euro und 1800 bleiben unter 200 Euro.

Das Jobcenter kümmert sich auch um das Bildungs- und Teilhabepaket für seine Klientel. 8669 Personen könnten Leistungen in Anspruch nehmen, 6050 davon nutzen die Möglichkeiten. Am häufigsten werden Mittel für Schulbedarf und Mittagessen in Schule, Kita oder Hort abgerufen. Lernförderung (100 Personen) steht ganz hinten in der Liste.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.11.2013
Heinrich Lillie

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