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Archäologen schürfen in Pomßen

Archäologen schürfen in Pomßen

. KG im Gange. Über rund 85 Hektar erstreckt sich das gesamte Gelände, auf dem sich in den nächsten Jahren der Tagebau schrittweise entfalten wird. Vorerst allerdings haben im künftigebn Abbaugebiet von Pomßen III die Archäologen vom Landesamt

. KG im Gange. Über rund 85 Hektar erstreckt sich das gesamte Gelände, auf dem sich in den nächsten Jahren der Tagebau schrittweise entfalten wird. Vorerst allerdings haben im künftigebn Abbaugebiet von Pomßen III die Archäologen vom Landesamt für Archäologie das Sagen.

Unter der Regie von Grabungsleiter Marcien Dalidowski untersuchen sie die Fläche des künftigen Tagebaufeldes nach archäologischen Denkmalen. Mit Hilfe eines Baggers ist dazu bereits in vergangenen Wochen und Monaten die Muttererde vorsichtig bis zu einer Tiefe von etwa 50 Zentimeter streifenweise nach einem bestimmten Rastermuster abgetragen worden. Dort, wo die Archäologen Hinweise auf mögliche archäologische Funde vermuten oder feststellen, wird die Muttererde von der ganzen Fläche abgetragen.

Das ist zurzeit auf einem Areal von rund 7000 Quadratmetern geschehen. „Dunkle Verfärbungen, die sich vom übrigen Kiesboden deutlich abheben und auf humushaltige Substanz hinweisen, deuten darauf hin, dass an diesen Stellen Siedlungsreste liegen könnten", sagt Dalidowski. Tatsächlich vermuten die Archäologen, dass die Befunde im betreffenden Bereich auf Siedlungsreste eines vor- und frühgeschichtlichen Denkmals hinweisen, das in die Bronze- bis Eisenzeit des zweiten bis ersten vorchristlichen Jahrtausends datiert. Verbindliche Aussagen dazu können jedoch noch nicht getroffen werden. So werden gegenwärtig zunächst die Umrisse der Fundstellen markiert und dokumentiert, bevor Grabungsmitarbeiter vorsichtig mit Schaufel, Maurerkelle oder unter Umständen auch mit dem Stukkateureisen in die Tiefe gehen. „Wir sind hier bisher auf Tonscherben, Hüttenlehm und Holzkohlestücke gestoßen", sagt Dalidowski. Ein Teil der Fundstücke würde möglicherweise der Radiocarbondatierung unterzogen. Das ist ein Verfahren zur radiometrischen Datierung von kohlenstoffhaltigen, insbesondere organischen Materialien, mit dem die zeitliche Herkunft von Fundstücken ziemlich weit eingegrenzt werden kann.

„Ich gehe davon aus, dass voraussichtlich Ende September die archäologischen Untersuchungen und Grabungen abgeschlossen sein werden", sagt Dietmar Hessel, Betriebsleiter des Kieswerkes Pomßen und weist darauf hin, dass sich Interessierte, die als Grabungsmitarbeiter tätig werden wollen, im Kieswerk melden können (Telefon: 034293/53 70). Hessel steht mit seiner Mannschaft längst in den Startlöchern.

Noch vor Jahresende soll der erste Kies von Pomßen III gefördert und zunächst in der Betriebsstätte Pomßen II zwischen Großsteinberg am See und Pomßen weiterverarbeitet werden.

Andreas Läbe

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Von Redakteur Andreas Läbe

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