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Auf dem Grimmaer Friedhof fallen die Linden

Auf dem Grimmaer Friedhof fallen die Linden

Das Gesicht des Grimmaer Friedhofes wird sich für die kommenden Jahre deutlich verändern. Der Betreiber, die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde, lässt jetzt fünf und im kommenden Herbst möglicherweise alle der rund 20 Linden im zweiten Sektor fällen.

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Linden auf dem Grimmaer Friedhof werden gefällt.

Quelle: René Beuckert

Grimma. „Die Verkehrssicherheit zwingt uns, Dinge zu tun, die wir gern noch hinausgeschoben hätten“, sagt Friedhofsverwalter Wolfram Bormann. Dabei ist ihm anzusehen, dass es ihm um die rund 100 Jahre alten Bäume der Schatten spendende Allee im zweiten Friedhofsabschnitt leid tut.Für die landschaftliche Umgestaltung des Friedhofes arbeitet die Gemeinde gemeinsam mit einem Planungsbüro an einem Konzept für die nächsten Jahre. Ein Baumgutachter brachte jetzt aber ans Tageslicht, dass bei wenigstens fünf Bäumen dringender Handlungsbedarf besteht. „Die sind alle so hohl“, sagt Bormann, dass es unverantwortlich wäre, sie stehen zu lassen“.Dass die Linden schadhaft sind, zeigte sich erstmals bei einem Sommersturm 2008, der an mehreren Stellen in der Region Schaden anrichtete. Dabei stürzte ein Baum um, wie durch ein Wunder fiel er längs auf den Weg, verletzte weder Menschen noch beschädigte er Grabstellen. Auch durch herabfallende Äste wurde zum Glück noch niemand verletzt.Damit das so bleibt, sagt Pfarrer Christian Behr, entschloss sich die Gemeinde zum Handeln. Das beauftragte Unternehmen aus der Nähe von Leisnig muss dabei behutsam zu Werke gehen. Die Baumfäller klettern in die Krone, sägen den Baum stückchenweise herunter und seilen Äste und Stammteile nach unten ab. Auf diese Weise sind nur geringfügige Sperrungen erforderlich.Bei der zweiten Fällaktion im Herbst dieses Jahres sollen laut Pfarrer Behr „die Hälfte oder gar alle übrigen Linden fallen“. Wenn jetzt die am schlimmsten geschädigten Bäume herausgenommen werden, bedeute das für die anderen eine größere Angriffsfläche für starke Winde, was die Gefahr des Bruchs wiederum erhöht, erklärt Friedhofsverwalter Bormann: „Der erste Schritt zieht den zweiten nach sich.“ Zudem hätten die Bäume einen ungünstigen Wuchs, ergänzt Behr, weil sie vor etlichen Jahrzehnten einmal gekappt worden seien, was Linden nicht gut bekomme.Gleich im Anschluss an die Fällung sollen erst die Wurzeln ausgefräst und dann neue Bäume gepflanzt werden. Wie, darüber machen sich Gemeinde und Planer in der Zwischenzeit im Sommer Gedanken. Generell, sagt Behr wolle man sich dabei am bisherigen Bestand orientieren. Wahrscheinlich würden die Bäume aber nicht wieder so dicht gepflanzt, wie sie jetzt noch stehen. Besonders an den Kreuzungen behinderten sie sich die Kronen gegenseitig. Für Fällung und Neupflanzung rechnet Pfarrer Christian Behr mit Kosten in Höhe von rund 20 000 Euro.Gemeinsam mit Wolfram Bormann setzt er darauf, dass die Friedhofsbesucher Verständnis für die Aktion aufbringen können. „Es geht ja um die Sicherheit der Bürger“, sagt der Verwalter, „ich denke, dass das positiv aufgenommen wird.“

André Neumann

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