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Auf den Spuren Seumes

Auf den Spuren Seumes

"Die gesamte Wanderung von Hohnstädt nach Syrakus, die Seume von Dezember 1801 bis April 1802 zurücklegte, wäre für uns eine Nummer zu groß", lacht Lehmann.

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Auf den Spuren Seumes: Eckhard Berger (l.) und Heinz-Werner Lehmann im Garten des Hohnstädter Göschenhauses.

Quelle: Silke Hoffmann

Man habe sich ein rund tausend Kilometer langes Teilstück der Reise ausgesucht, nämlich von Venedig bis Neapel. Und das wolle man auch nicht zu Fuß, sondern mit dem Fahrrad absolvieren. Innerhalb von drei Wochen.

Das Erkunden fremder Länder und die Begegnung mit den Menschen dort ist den beiden sportlichen Männern nicht fremd. Als Mitglieder der Chemnitzer Jakobspilger waren sie schon von Spanien bis Peru unterwegs. "In der Regel gehen wir allein auf Pilgertour, mindestens eine Woche, und es muss richtig weh tun", sagt Eckhard Berger. Heinz-Werner Lehmann nennt seine Beweggründe: "Das Pilgern ist eine Art Selbstfindung, man findet zu sich, zur Natur und zu anderen Menschen."

Auf dem Seume-Weg in Italien, der unter anderem über Bologna, Rimini, die Apenninen und Rom führt, wollen die beiden diesmal vor allem Dinge finden, die schon Seume vor mehr als 200 Jahren beeindruckt hatten. "Auf dieser Strecke gibt es acht Weltkulturerbe-Stätten wie den Wallfahrtsort Loreto oder Ravenna und Padua", sagt Lehmann. Man wolle zum Beispiel den Torbogen finden, durch den Hannibal bei seiner Alpenüberquerung ritt. Auch das Grab von Vergil in Neapel werde ein Ziel sein. "Wir gehen auch über den Rubikon, gegen den die Mulde übrigens ein reißender Strom ist", sagt Berger. Cäsar hatte ihn vor der Eroberung Roms 49 vor Christi überschritten. "Dort soll es ja das große Denkmal geben mit Cäsars Worten 'Alea iacta est' - 'Der Würfel ist gefallen', da wollen wir natürlich auch hin."

Ja, ihre Würfel seien auch längst gefallen, meint Lehmann. Die Fahrkarten nach Venedig und zurück von Neapel sind gekauft, die Pilgerausweise liegen bereit. Eckhard Berger will sich mit einem Rucksack ausrüsten, Heinz-Werner Lehmann hat an seinem Fahrrad einen kleinen Hänger. "Da kommt nur das Nötigste rein, was Pilger eben so brauchen. Auch ein Zelt, denn Übernachtungen in Hotels sind bei uns nicht eingeplant." Neben dem "Spaziergang nach Syrakus" wolle man auch einige klassische Werke mitnehmen, die Seume damals im Gepäck hatte, wie Homer, Horaz oder Virgil. "Doch die dicken Bücher nehmen ja so viel Platz weg", sagt Lehmann und zeigt stolz auf sein modernes Tablet, in dem nicht nur die Literatur gespeichert ist, sondern auch ein deutsch-italienisches Übersetzungsprogramm.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.03.2014
Silke Hoffmann

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