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Grimma Aufgetaucht: Porträts und Stillleben von Kurt Pönisch
Region Grimma Aufgetaucht: Porträts und Stillleben von Kurt Pönisch
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05:00 09.10.2010
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. Pönisch malte neben Landschaftsbildern und Stillleben auch Porträts. Von besonderem Interesse sind für die Museumsmitarbeiter die Porträts. Fünf dieser Bildnisse zeigen Personen, die auch Walter Artus in den 30-er Jahren in Öl malte. Sie befinden sich im Besitz des Museums und bieten nun eine Möglichkeit zum Vergleich.

Im Jahre 1921 gründete sich in Grimma die Arbeitsgemeinschaft „Zeichnen und Malen", der neben Artus unter anderem auch die Maler Hans Günther, Heinrich Semm und Kurt Ficker angehörten. Anhand dieser Porträts von Kurt Pönisch kann man eindeutig erkennen, dass auch dieser Hobbymaler zu der Zeichengruppe gehörte. Die Künstler trafen sich wöchentlich in der Schule am Wallgraben. Hier entstanden zahlreiche Porträtstudien. In der nahe gelegenen „Herberge zur Heimat" fand die Gruppe ihre Modelle. Nach dem Beginn des zweiten Weltkrieges wurden mehr und mehr Mitglieder des Zirkels zum Kriegsdienst einberufen. Einige von ihnen kehrten aus dem Krieg nicht mehr Heim. Auch Walter Artus starb in den letzten Kriegstagen am 16. April 1945 mit 71 Jahren infolge einer Schussverletzung.

Die Museumsmitarbeiter suchen nun nach Informationen über Kurt Pönisch. Bekannt ist, dass er in Grimma wohnte und von Beruf Architekt war. Im Juni 1945 wurde er vom sowjetischen Geheimdienst verhaftet und in ein sogenanntes NKWD-Lager transportiert. In diesem Lager „Camp 18" fertigte er noch im Sommer 1945 etwa zehn Skizzen von seinen Mithäftlingen. Die letzte Zeichnung von ihm ist ein Selbstporträt aus dem Jahre 1947.

Wer Informationen für die Museumsmitarbeiter hat, sollte sich bitte unter 03437/91 11 32 melden.

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