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Auflagen für Grimmaer Spitzenfabrik: Baustopp für Industriebrache

Auflagen für Grimmaer Spitzenfabrik: Baustopp für Industriebrache

Der Zeitplan ist eng, sehr eng sogar. Sollte am 29. August in der einstigen Grimmaer Spitzenfabrik tatsächlich wie geplant das erste öffentliche Konzert über die Bühne gehen, dann haben Sozialarbeiter Tobias Burdukat und seine jugendlichen Mitstreiter erfolgreich einen Kraftakt bewältigt.

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Enger Zeitplan: Sozialarbeiter Tobias Burdukat ist zuversichtlich, dass die Nutzungsgenehmigung für einen Teil der Produktionsräume der einstigen Spitzenfabrik noch rechtzeitig vor dem Konzerttermin vorliegen wird.

Quelle: Roger Dietze

Grimma. Denn aus heutiger Sicht erscheint das Vorhaben, in knapp vier Wochen die lokalen Hardcorepunker von "20 Liter Joghurt" in der wachgeküssten Industriebrache am Muldeufer auftreten zu lassen, sehr ambitioniert. Zwei Wochen ist es her, dass bei einem Vororttermin mit Mitarbeitern der Unteren Denkmalschutzbehörde und dem Bauordnungsamt ein vorläufiger Stopp aller Aktivitäten auf dem Gelände vereinbart worden war. "Es ist in unserem Interesse, gemeinsam mit den Behörden einen Weg zur Umsetzung unserer Pläne zu finden, weil dieserart Entscheidungsprozesse Teil unserer Demokratie sind, die zu vermitteln wiederum Bestandteil der Jugendarbeit ist", erläuterte Burdukat, der die Kooperationsbereitschaft der Entscheidungsträger hervorhob. "Uns wurde eine zügige Bearbeitung zugesagt, an uns ist es nun, schnell die nötigen Unterlagen einzureichen."

Unterstützung erhält das im Aufbau befindliche "Dorf der Jugend" dabei vom Grimmaer Architektur- und Statikbüro Beyer-Lätzsch sowie dem Complizen-Planungsbüro Berlin/Halle. "Der von uns als Konzertsaal ins Auge gefasste Teil der ehemaligen Produktionsräume liegt ebenerdig, was die Einrichtung von Notausgängen vereinfacht", so der Leiter des Grimmaer Diakonie-Jugendhauses Come In, der aus genannten Gründen kurzfristig eine Neuauflage des Flohmarktes an der Örtlichkeit abgesagt hatte. "Es ist auch mit Blick auf eine künftige Vermietung der Räumlichkeit in unserem Interesse, eine Klärung herbeizuführen", so Burdukat, dessen Grimmaer Sozialarbeiterstelle von der Diakonie Sachen aufgestockt wurde, um das Projekt "Dorf der Jugend" inhaltlich voranzutreiben.

Im Moment ist das Mitglied der Stadtratsfraktion Bürger für Grimma allerdings vornehmlich mit praktischen Dingen beschäftigt. Neben der fristgerechten Lieferung der Unterlagen an das Landratsamt gilt dabei sein Hauptaugenmerk der kostenneutralen Beschaffung von 2000 Kubikmetern Muttererde. Zur Niveauangleichung des Innenhofes im Fabrikumfeld müssen Erde sowie einiger Tonnen Mineralgemisch aufgeschüttet werden. An helfenden Händen werde es, so ist sich der Sozialarbeiter sicher, nicht fehlen. "Meine Erfahrung ist, dass die Jugend sehr engagiert ist, wenn sie eine konkrete Aufgabe und ein Ziel hat, auf das sich hinzuarbeiten lohnt", so Tobias Burdukat. Für ihn habe sich die Spitzenfabrik mittlerweile auch zu einer sehr persönlichen Angelegenheit entwickelt hat. "Die an dem Projekt beteiligten Jugendlichen erfahren im laufenden Prozess, dass man bei der Erreichung eines Zieles nicht locker lassen darf", sagte er. Deshalb wäre ein Scheitern umso tragischer.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.08.2015
Roger Dietze

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