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Aufräumen mit Hindernissen

Aufräumen mit Hindernissen

"Besonders für die älteren Leute, die kein Auto haben, stellt das ein Problem dar", sagt Ortsvorsteher Andreas Weißhaupt. In Großbothen befindet sich die einzige Einkaufsmöglichkeit, die Post und der Arzt.

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Straße ist gesperrt: Mitarbeiter der Firma Bautechnik Schödler/Hetdke sichern Kabel und Strassenlampen an der Straße zwischen Kössern und Großbothen.

Quelle: Frank Schmidt

"Zu Fuß braucht man 35 Minuten", ergänzt Jürgen Baßner (68), der gerade zu Fuß mit zwei Einkaufstaschen die Brücke passierte. Denn Fahrradfahren sei auch untersagt. Hellmut Matthes (72) kann die Sperrung nachvollziehen. "Die Straße ist unterhöhlt. Die Vereinigte Mulde trat mit einer großen Wucht über die Ufer, beschädigte die Straße und sorgte dafür, dass das Sportlerheim unter Wasser stand", sagt Matthes, der seit 36 Jahren am Thümmlitzsee campt. Es sei immer wieder ein Wunder, dass die Mulde nicht das Holzhaus trifft, dass links hinter der Brücke sich befindet. Wasser in ihren Häusern hatten auch die Familien Kirchhof, Schwientek und Erler. "Meine Eltern sind über 70 Jahre und mussten nun zum zweiten Mal ein Jahrhunderthochwasser miterleben", sagt die Tochter Susanne Horn (48). Sie wohnt oben im Dorf und hofft, dass die Straße bald wieder passierbar ist.

"Wir können noch nicht sagen, wann in Kössern gebaut wird", erklärt gestern auf LVZ-Anfrage Sebastian Bachran von der Stadtverwaltung Grimma. Die Firma Bautechnik Schödl/Hedtke sicherte gestern jedoch die Baustelle, damit die Kabel und Masten nicht Schrottdieben zum Opfer fallen. "Die Straßenbeleuchtung ist ausgeschalten. Doch es lag Strom an. Damit nichts passiert, entfernten wir die Leitungen, da sie sowieso neu verlegt werden müssen", erklärt Mario Zimmermann von der Grimmaer Firma. Vor Ort war im Auftrag der Telekom die Firma Potschulat aus Sachsendorf. "Durch das Hochwasser ist ein Verteiler undicht geworden. Diesen wechselten wir aus", sagt Dieter Scheumann.

Besen und Scheuerlappen schwangen dagegen die Sportfreunde von der SG Kössern. "Wir durften erst am Mittwochnachmittag ins Sportlerheim", sagt der Fußballer Klaus-Dieter Böhl (39). Das Sportlerheim hat es zum dritten Mal getroffen. 1954 standen 80 Zentimeter Wasser im Gebäude, 2002 waren es 1,70 Meter, und dieses Mal sind es nur 50 Zentimeter weniger. "Unsere Arbeit wird nicht nur dadurch erschwert, dass wir keinen Strom haben, sondern auch durch die Straßensperrung", erklärt der Vereinspräsident des SG Kössern, Dieter Meißner. "Es soll wieder regnen. Wir müssen die Sachen, die wir draußen stehen haben, ins Oberdorf bringen", erklärt er. "Wenn wir keine Ausnahmegenehmigung zum Befahren der Straße erhalten, müssen wir die Möbel zur Not tragen", sagt Meißner. Denn der Sportbetrieb soll in Kössern nicht durch die Flut untergehen, meint er.

 

 

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.06.2013

Cornelia Braun

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