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Grimma Auge in Auge mit Alpakas: Tag der offenen Tür auf dem Lastauer Vierpfotenhof
Region Grimma Auge in Auge mit Alpakas: Tag der offenen Tür auf dem Lastauer Vierpfotenhof
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00:20 24.08.2017
Sieht man nicht alle Tage – Auge in Auge mit neugierigen Alpakas auf dem Lastauer Vierpfotenhof. Quelle: René Beuckert
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Colditz/Lastau

Der Lastauer „Vierpfotenhof“ hat am Sonnabend zum fünften Tag der offenen Tür eingeladen. Tagelang breiteten sich die Mitarbeiter intensiv auf das Fest vor. Ein Highlight war die feierliche Einweihung des Katzenfreilaufgeheges, das von der Familie Gutschale, die den Verein fördert, in Eigenregie angelegt wurde. Vereinsmitglied Dorothea Dembinski sagte: „Ich freue mich, weil die anstehenden Arbeiten ohne die vielen Helfer kaum zu bewältigen wären. Únd die Sponsoren mit dazu beigetragen haben, dass der Gnadenhof den Tieren eine Heimat bietet.“

Acht unterschiedliche Tierarten sind in der Lastauer Einrichtung untergebracht, darunter Katzen, Ziegen, Schafe, Schweine und sogar Alpakas. Ein Schweineglück im wahrsten Sinne des Wortes hatte Ber Ludi. Er gehört zur Rasse der bunten Bentheimer, die vom Aussterben bedroht ist. „Für dieses Schwein wurde von Familie Angermann ein Freigehege gestaltet, das leider bis zum Fest nicht ganz fertig gestellt werden konnte, da noch einige Auflagen erfüllt werden müssen. Das dauert seine Zeit“, bedauert Dembinski.

Dem Fest tat das keinen Abbruch. Überall gaben die Tiere fröhliche Laute von sich. Das Grunzen, Miauen, Meckern und Mähen weckte besonders die Neugier der Kinder. Familie Lessig aus dem Ort ließ sich das Ereignis nicht entgehen. „Ich bin gern mit meinen Kinder hier, weil sie die Tiere aus unmittelbarer Nähe erleben können.“

Der Flohmarkt wartet mit vielen Büchern auf. Vereinsmitglied Cornelia Berger (l.) und Besucherin Melissa Lessig schauen sich eins an. Quelle: René Becukert

Die Mitglieder des Lastauer Vereins suchen den Kontakt zu anderen Vereinen dieser Art. Neben jenem aus Oellschütz, der sie beim Aufbau des Freigeheges für das Schwein unterstützte, kommt es zu Begegnungen mit der Tierwohlinitiative in Hartmannsdorf. „Das sind junge Leute die Pflegestellen für in Not geratene Tiere suchen“, hebt Dorothea Dembinski deren Engagement hervor. Auch unterstützten sie den Lastauer Verein zum Fest, in dem sie das Programm mitgestalten.

Die Besucher kamen am Sonnabend nicht nur aus dem Muldentalkreis. Auch aus dem Raum Geithain, Rochlitz, Mitweida, Hartha und Döbeln schauten etliche Tierfreunde in Lastau vorbei.

Dorothea Dembinski wünscht sich mehr Sponsoren. „Wir haben zwar etliche Unterstützer, doch Sponsoren im eigentlichen Sinne gibt es kaum“, bedauert sie. Obwohl sie als Verein schon seit fünf Jahren im Ort den Tieren eine Bleibe bieten, entwickelt sich der Kontakt zu den Lastauern, die eigentlich als sehr engagiert gelten, nur langsam. „In diesem Jahr waren wir aber mit in das Dorffest integriert“, freut sich Dembinski. 

Joachim Gutschale legte noch Minuten vor der Eröffnung letzte Hand an am neu gestalteten Katzengehege. Seine Frau Carola sagt: „Es gibt leider zu wenige Unterstützer und deshalb haben wir die Initiative ergriffen.“

Für Joachim Gutschale ist das Engagement der Familie selbstverständlich. „Gerade für Katzen ist ein Freilauf wichtig, weil sie Bewegung und einen festen Platz in ihrem Quartier brauchen“, hebt er hervor.

Viele Besucher nutzten das Ereignis für einem Abstecher auf den Gnadenhof. Besonders für die Kinder war der unmittelbare Kontakt zu den Tieren ein Erlebnis, wie Lukas Böhm bestätigt. „Hier komme ich den Tieren besonders nahe und manche lassen sich sogar anfassen“, stellt er erfreut fest.

Von René Beuckert

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