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Grimma Augustiner lernen in Grimma zweisprachig
Region Grimma Augustiner lernen in Grimma zweisprachig
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05:00 04.02.2010
Grimma

Diese neue zweisprachige Lernform ist indes für die auserkorenen jetzigen Siebentklässler, die extra dafür in einer Klasse zusammengefasst sind, zum Lernalltag geworden. Sie werden also in den Fächern Geschichte, Geografie und Biologie zusätzlich gleichermaßen in Deutsch und Englisch unterrichtet.  

„In Zeiten der Globalisierung des Wirtschaftslebens steigt die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften mit fundierten Fremdsprachenkenntnissen“, zitiert Lehrerin Christina Schläger die Bildungsakademie für Organisation und Wirtschaft in Leipzig. Für die Augustiner Grund genug, „Fremdsprachen in authentischen kommunikativen Situationen anwenden zu können“. Was zusätzliche Motivation für den Englischunterricht sei, ist sich Christina Schläger sicher. Als besonderen Vorteil hebt sie den „beträchtlich erweiterten Wortschatz“ hervor, der „einen hohen Grad an Sicherheit im Gebrauch der englischen Sprache“ verspricht. Trotz anfänglicher Bedanken, die, wie die Lehrerin feststellte, in erster Linie seitens der Eltern geäußert wurden. Zu hoher Leistungsdruck galt da als das Hauptargument.

Immerhin wurden von den Fachlehrern in den drei ausgewählten Fächern anspruchsvolle Inhalte thematisiert. Beispielsweise das Mittelalter, der Wald oder die gesunde menschliche Ernährung. Elterliche Bedenken, die auch der Schüler David Baumgarten darin sah, in Französisch etwas nachzulassen. „Die Befürchtung hat sich aber für mich nicht bestätigt.“ Und Anna Haase meinte erst, gleich drei Fächer könnten ihr etwas zu viel abverlangen. Doch auch sie gab Entwarnung.

Insgesamt zeigten sich die Teenager selbstbewusst, zielstrebig und wissbegierig. Wohl der beste Nährboden dafür, „dass sie die neue Lernform sehr gerne annehmen“, konstatiert ihre Lehrerin. Dennoch, ohne Fleiß kein Preis. Und so räumt Alexandra Michelle „persönliche Einschränkungen“ ein. Bei ihr gehe das Mehr an Lernen für den bilingualen Unterricht zu Lasten ihres Hobbys, dem Golfen. Juliane Witschel und Antonio Meyer werten das zweisprachige Lernen weniger als eine Belastung, vielmehr als eine „Bereicherung für den Unterricht“. Die letztlich unumgänglich sei, bringt es Sean-Brian Berger auf den Punkt, „wenn man mit der Sprache gut zurecht kommen will.“

„In Sachfächern englisch sprechen zu müssen,“ kommt Christina Schläger noch einmal auf die Vorzüge der bilingualen Lernform zurück, „lässt die Schüler Lerninhalte des Englischunterrichtes praktisch erproben, festigen und erweitern.“ Deshalb möchte sie unter den kommenden Fünftklässlern erneut Interessenten für eine bilinguale Vorbereitungsklasse gewinnen, die neben dem regulären Englischunterricht in einer weiteren Stunde pro Woche gezielt vorbereitet werden.

Frank Schmidt

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