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Grimma Augustinerverein Grimma lädt zu Konzerten in malerischen Festsaal ein
Region Grimma Augustinerverein Grimma lädt zu Konzerten in malerischen Festsaal ein
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10:35 24.02.2010
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Grimma

Augustin.

„Wir haben seit dem Hochwasser einen wunderschönen kleinen Festsaal“, sagt Vereinsvorsitzender Klaus-Dieter Tschiche. „Und wir waren über Jahre hinweg traurig, dass er von der Öffentlichkeit nicht so genutzt wird, wie er es verdient.“ Das soll jetzt anders werden, nachdem ein Vereinsmitglied, das selbst familiäre Verbindungen in Leipziger Künstlerkreise hat, auf die Idee mit der Konzertreihe kam. Dreimal in diesem Jahr, am 6. März, am 5. Juni und am 14. September, dem 460. Stiftungstag der einstigen Fürstenschule, besteht nun die Möglichkeit zum Musikgenuss in farbenprächtigem Ambiente eines prächtig restaurierten Saales.

Der war ursprünglich der Betsaal im 1891 fertig gestellten Neubau der Fürstenschule, in dem Schüler und Lehrer die Möglichkeit der inneren Einkehr hatten. 1928 wurde die um einige Register erweiterte Orgel aus der Deutschen Oberschule Bischofswerda eingebaut. In der Wand zur Mulde hin befanden sich fünf prächtige rundbögige Fenster mit religiösen Motiven. Der Charakter des Saals änderte sich, als 1938 der damalige Rektor Fraustadt vom Rektor Bartko abgewechselt wurde, einem fanatischen Nationalsozialisten. Die Fenster wurden entfernt und auf dem Boden ausgelagert. Das hölzerne Gestühl verschwand, statt des Kruzifixes wurde ein Hitlerbild an die Wand gehangen, Wandschriften und die Bemalung wurden übertüncht.

Nach dem zweiten Weltkrieg diente der Raum für Musikunterricht und Chorproben, für Tanzstunden und Abiturprüfungen. Die Orgel existierte noch etliche Jahre, sie wurde offensichtlich durch Vandalismus Anfang der 1960-er Jahre zerstört und später beseitigt. Der vorläufig letzte Abschnitt der wechselhaften Nutzung des Saales wurde eingeläutet, als die bröckelnde Klosterkirche das Dach der Schulturnhalle zerschlagen hatte: Jetzt wurde der einstige Betsaal zum kleinen Turnsaal der Schule. Bis am 13. August die Mulde durch die Schule strömte, alles verwüstete und Teile der alten Bemalung freilegte. Damals schrieb sich der Augustinerverein die Wiederherstellung des Saales auf seine Fahne. Es gelang eine eindrucksvolle Restaurierung der Decken- und Wandmalereien, eine neue Bestuhlung wurde angeschafft und die Pianofabrik Schimmel schenkte einen neuen Flügel.

Mit der Konzertreihe in diesem baulichen Kleinod will der Augustinerverein nach den Worten von Klaus-Dieter Tschiche möglichst eine Tradition aufbauen, die ehemalige Schüler und Lehrer noch stärker an die Schule bindet. Beim ersten Konzert am 6. März wird zuvor ab 17.30 Uhr zusätzlich eine Führung durch die Schule angeboten.

Die Konzertreihe im Kleinen Festsaal des St. Augustin beginnt am 6. März 19 Uhr mit einem französischen Abend. Die Sängerin Kathrin Göring von der Oper Leipzig sowie die Instrumentalisten Brunhild Fischer, Christoph Schenker und Stephan König singen und spielen romantische und impressionistische Kompositionen. Karten bei der Stadtinformation.  

André Neumann

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