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Ausstellung dokumentiert Colditzer Holocaust-Projekt

Ausstellung dokumentiert Colditzer Holocaust-Projekt

Eröffnet wurde diese Woche in der Oberschule die Ausstellung "Jüdische Spuren in Colditz". Sie dokumentiert die Stationen und Ergebnisse des Stolperstein-Projektes in der Stadt, dem sich im vergangenen Jahr Sophienschüler verschrieben hatten.

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Präsentation: Ulrike Läbe vom Flexiblen Jugendmanagement des Landkreises stellt den Neuntklässlern der Sophienschule die Ausstellung vor.

Quelle: Ronny Kriz

Colditz. In dem vom Flexiblen Jugendmanagement und vom Verein "Erich-Zeigner-Haus" begleiteten Projekt stellten die Jugendlichen, wie berichtet, Recherchen zur ehemaligen jüdischen Familie Nußbaum an. Diese betrieb am Markt in Colditz ein Textilwarengeschäft, bevor drei ihrer Mitglieder von den Nationalsozialisten in Konzentrationslager deportiert wurden und dort ihr Leben verloren. Die Aufarbeitung führte im Dezember vergangenen Jahres zur Verlegung von drei Stolpersteinen vor der heutigen Bäckerei Dietrich, dem damaligen Wohn- und Geschäftshaus der Nußbaums. Sie sollen auf Dauer an die Opfer erinnern: Vater Sally, Mutter Helene und Sohn Manfred.

Die nun eröffnete Ausstellung besteht aus zwölf Tafeln. Zur Eröffnung sprachen Schulleiter Andreas Horn und Anje Heinz vom Kulturamt der Stadt einleitende Worte. Danach wurden die Neuntklässler durch die Schau geführt, die - wie auch das Gesamtprojekt - eine Förderung durch den Lokalen Aktionsplan des Landkreises erfuhr.

Die Ausstellung will es Jugendlichen ermöglichen, Geschichte hautnah zu erfahren. Ab Mitte Juli soll sie in der Europa-Jugendherberge Colditz für Besucher zu sehen sein, im Nachhinein kann sie gern an weiteren Orten im Landkreis gastieren.

In der Schlossstadt soll indessen die Aufarbeitung des Holocausts fortgeführt werden. Ulrike Läbe vom Flexiblen Jugendmanagement: "In diesem Jahr begleiten wir weitere Jugendliche bei der Recherche zur ehemaligen jüdischen Familie Besser aus Colditz, für die im Oktober Stolpersteine verlegt werden sollen. Falls es noch Menschen gibt, die etwas über diese Familie wissen, würden wir uns sehr über eine Kontaktaufnahme freuen." Wer Auskünfte geben kann oder sich für die Ausstellung interessiert, könne das Flexible Jugendmanagement unter Telefon 034345/ 55 97 36 oder per E-Mail an info@fjm-lkleipzig.de erreichen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.06.2014
Pfeifer, Frank

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