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Grimma Autohandel statt Ammelshainer Wasserwerk
Region Grimma Autohandel statt Ammelshainer Wasserwerk
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14:25 19.05.2015
Brache: Zugewuchert ist das alte Wasserwerk am Ortseingang von Ammelshain. Die neue Zufahrt soll kurz nach dem Verkehrsschild angelegt werden. Quelle: Frank Pfeifer

Wenn auch der Stadtrat zustimmt, kann sich das Gelände des ehemaligen Wasserwerks in einen Autohandel verwandeln.

Alexander Berkner aus Waldsteinberg bietet 30 000 Euro für das Areal. Er betreibt in Liebertwolkwitz einen Unfallwagenhandel, für Ammelshain schwebt ihm ein neues Geschäftsfeld vor. "Ich will dort einen Großhandel für hochwertige Fahrzeuge aufbauen", sagte er gestern auf Anfrage. "Ein kleinerer Bereich soll ein Einzelhandel werden mit dem Schwerpunkt auf VW und Audi."

Der Investor hatte um eine kurzfristige Entscheidung gebeten, weshalb der Ortschaftsrat zu einer Sondersitzung zusammentrat. Bauamtsleiter Thomas Hertel erläuterte dem Gremium: "Sämtliche Einbauten des Wasserwerks sollen herausgerissen werden, um Platz für Büros zu schaffen. In einem zweiten Schritt ist eine neue Halle vorgesehen, in der die hochwertigen Fahrzeuge zwischengelagert werden können."

Im Rat kam das Gespräch darauf, dass die Fläche möglicherweise im Trinkwasserschutzgebiet liegt. Hertel bestätigte dies. "Es wird bestimmt einige besondere Auflagen geben. Vielleicht muss ein spezieller Boden eingezogen werden, damit kein Öl ins Erdreich dringt", erläuterte er. "Aber das wird sich in Grenzen halten, schließlich geht es nicht darum, eine Werkstatt zu bauen."

Zu den Forderungen, die gestellt werden, gehört auch eine Verlegung der Einfahrt. "Wenn man vor dem Grundstück steht, befindet sie sich jetzt auf der rechten Seite", erklärte Hertel. "Laut Bebauungsplan, den wir entworfen haben, muss sie auf die linke Seite verrückt werden." Das klingt nach einer Kleinigkeit, kann aber ins Geld gehen. Bis zu einer Summe von 13 200 Euro soll diese Kosten der Investor tragen. Wird es teurer, verpflichtet sich die Stadt, den Rest zu schultern - aber nicht für ewig. Da die neue Zufahrt zugleich das Grundstück links vom Wasserwerk erschließen soll, würde die Summe demjenigen in Rechnung gestellt, der dieses Land einmal kauft. Bis jetzt allerdings steht da noch niemand auf der Matte.

Manuela Schmidt von der Wählervereinigung Ammelshain fragte, ob im Verkaufsvertrag eine Zweckbindung aufgenommen werden könne, die festschreibt, dass nur ein Autohandel entstehen darf. Nachdem ihr das verneint wurde, stimmte sie gegen die Veräußerung. Da alle anderen Abgeordneten aber dafür waren, liegt jetzt die letzte Entscheidung beim Stadtrat. Laut Bürgermeister Volker Zocher (parteilos) wird dieser voraussichtlich in einer Sondersitzung am 24. Juli darüber befinden müssen.

Das käme Investor Berkner entgegen. "Ich würde gern noch in diesem Jahr den Wildwuchs auf dem Grundstück beseitigen und das Gebäude von außen her in Stand setzten", sagte er der LVZ. Über den Winter möchte er im Haus die Büros einrichten. Danach könne der Hallenbau angegangen werden. Ziel sei die Eröffnung des Handels gegen Mitte des kommenden Jahres.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.06.2014
Pfeifer, Frank

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