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Grimma Awo-Werkstätten erhalten Gesundheitspreis bei bundesweitem Wettbewerb der BGW
Region Grimma Awo-Werkstätten erhalten Gesundheitspreis bei bundesweitem Wettbewerb der BGW
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00:19 13.10.2017
Die AWO-Werkstätten Grimma erhielten den BGW-Gesundheitspreis 2017 (Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege). Das wurde gebührend mit allen Mitarbeitern der Werkstatt bei einem „Gesunden Frühstück“ gefeiert. Steffi Schnell freut sich auf das Frühstück. Quelle: Foto: Thomas Kube
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Grimma

Gesundheit als Schlüssel zu guter Arbeit: Was in der Theorie allseits bekannt ist, setzen die Einrichtungen der Behindertenhilfe in die Tat um. So konnte jetzt die AWO-Werkstatt Grimma mit dem BGW-Gesundheitspreis 2017 ausgezeichnet werden. Sie holte sich den ersten Preis vor dem Fritz-Felsenstein-Haus in Königsbrunn in Bayern (2) und den Einrichtungen Josefheim Bigge (3.) in Olsberg und der Duisburger Werkstatt (3.).

„Wir freuen uns riesig über das erfolgreiche Abschneiden“, sagt der Werkstattleiter Andreas Panke. Immerhin schaffte es die Awo-Werkstatt Grimma als erste Einrichtung von Sachsen den Gesundheitspreis zu erringen. In diesem Jahr beteiligten sich 38 Einrichtungen aus der Bundesrepublik. Innerhalb eines Intervalls von vier bis fünf Jahren prämiert die Berufsgenossenschaft für Gesundheits- und Wohlfahrtspflege (BGW), Einrichtungen in der Behindertenhilfe, welche sich in herausragender Weise für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter einsetzen. „Im November 2016 starteten wir mit der Bewerbung für den Gesundheitspreis“, erzählt Andreas Panke. Die Schwerpunkte der Bewerbung lagen darin, den Stellenwert des Arbeits- und Gesundheitsschutzes sowie die betriebliche Gesundheitsförderung im Unternehmen darzulegen und aufzuzeigen, wie dieses über die normalen gesetzlichen Anforderungen hinaus umgesetzt wird. „Im Juni besuchte uns eine sechsköpfige Jury. Hier konnte vor allem unsere Werkstatt mit einem modernen betrieblichen Gesundheitsmanagement punkten“, erklärt der Werkstattleiter. „Wir hatten uns bereits im Jahr 2012 an dem Wettbewerb beteiligt. Dabei konnten wir bereits das gute Mittelfeld erreichen“, erzählt er, der 31 Personalangestellte hat, die 218 behinderte Mitarbeiter betreuen.

„Als wir uns für das Projekt ,Gesunde Ernährung’ entschieden, war es kein leichter Weg, dieses umzusetzen“, weiß die Arbeitsgruppenleiterin Susanne Wirth, die zugleich Gesundheitsbeauftragte ist. „Zusammen mit externen Partnern und dem Einsatz unserer Mitarbeiter hier vor Ort ist es uns gelungen, unser Kantinenangebot nach den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zu optimieren. An erster Stelle steht hier die Freude an der Sache und das Ausprobieren von neuen Ideen.“ Der Arbeitsgruppenleiter Karsten Hientzsch, der ebenfalls Gesundheitsbeauftragte ist, fügt hinzu, dass es schon eine Umstellung sei, statt Hackepeter Gemüsesticks zu essen.

Zum gemeinsamen Frühstück, zu dem der Leiter der Einrichtung Andreas Panke als Dankeschön für den Gesundheitspreis eingeladen hatte, packte sich Frank Kroschke, Werkstattrat der Einrichtung, Tomaten und Gurken sowie Wurst und ein Brötchen auf seinen Teller. „Ich bin seit 15 Jahren in der Werkstatt“, erzählt der Wurzener. Mittlerweile hat er sich an den vegetarischen Tag gewöhnt, den es einmal im Quartal gibt. Doch das Gehackte früh fehlt ihm schon. Dafür freut er sich auf den Obstbecher zum Mittagessen. „Der ist wirklich gut“, sagt er.  Der Werkstattleiter Andreas Panke, weiß, dass es noch ein langer Weg ist, bis jeder gesundheitsbewusst seine Mahlzeiten einnimmt. „Wir wollen jedoch Anregungen geben. Denn die teilweise kritische Gewichtsentwicklung in unserer Werkstatt hat uns veranlasst, uns mit dem Thema zu befassen“, erklärt er. Mit dem Preisgeld von 20 000 Euro soll nun der Speiseraum umgestaltet werden, um eine gesundheitsfördernde Pausenatmosphäre zu schaffen. „Unsere Mitarbeiter sollen sich wohl fühlen, wenn sie den Speisesaal betreten. Dann schmeckt das Essen besser, was für eine hohe Leistungsfähigkeit sorgt, um den Arbeitsaufgaben auf Dauer gewachsen zu sein“ weiß der Werkstattleiter Andreas Pranke.

Von Cornelia Braun

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