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Grimma Bad Lausick holt in Grimma Hallenfußballpokal
Region Grimma Bad Lausick holt in Grimma Hallenfußballpokal
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13:24 29.12.2009
Der Bornaer SV hat beim Hallenfußballturnier in Grimma den vierten Platz geholt. Quelle: Dirk Knofe
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Grimma

Beim Hallenspektakel, bei dem es um den Pokal des Betonwerks Bad Lausick ging, landeten die alles andere als gut gestarteten Mannen des FC Grimma auf Platz zwei, der dritte Platz ging an den SV Naunhof.

Der Pottverteidiger Bornaer SV brachte sich durch Undiszipliniertheiten aus dem Rennen, landete nur auf Platz vier. Die drei noch teilnehmenden Mannschaften FSV Kitzscher, TSV Großsteinberg und der SV Weingarten kämpften beherzt, enttäuschten keinesfalls, waren eine echte Bereicherung des vor ausverkaufter Kulisse (­ 400 Zuschauer) in der Muldentalhalle Grimma ­ stattfindenden Pott-Turniers.

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Grimma. Mit einem überragenden Eric Ziffert - ­ er wurde zurecht als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet - ­ zogen die Fußballherren des FC Bad Lausick ihre Kreise und gewannen verdient die 500 Euro Siegprämie. Beim Hallenspektake in Grimma ging es um den Pokal des Betonwerks Bad Lausick.

Mit einem schwer erkämpften 2:0 gegen Weingarten startete der spätere Turniersieger FC Bad Lausick. Als dann der Titelverteidiger Borna den Landesligakontrahenten FC Grimma 5:1 regelrecht auskonterte, schien das Turnier seinen gewohnten Verlauf (Zweikampf FC Bad Lausick gegen Bornaer SV) zu nehmen. Doch es sollte anders kommen. Zunächst quälte sich der SV Naunhof zu einem 2:1 gegen den FSV Kitzscher. Großsteinberg legte die Grundlage mit einem 3:2 gegen Weingarten dafür, dass der Muldentalligist am Ende nicht letzter, laut Trainer Gerd Plischke hatte man sich das vorgenommen, wurde, noch vor den Mannen aus Grimmas Partnerstadt einkamen.

Hoch her ging es im nächsten Spiel zu. Das Team aus der Kurstadt führte 1:0, schoss gegen die in Unterzahl spielenden Bornaer das 2:0, das 3:0 verhinderte die Latte. Danach sorgte ein völlig unnötiges Foul für Aufregung, ein anderer Bornaer beleidigte den Schiedsrichter. Die Folge.

Sechs Minuten Überzahl für Bad Lausick. Und die wurde genutzt: Ziffert, Kleinert, Ziffert, Frauendorf und Nicky Richter trafen zum 7:1 nach Belieben.

Mit einem 2:1 gegen Naunhof raffte sich der FC Grimma wieder auf, der TSV Großsteinberg verpasste es beim 1:4 gegen Kitzscher am Ende auf Platz fünf zu kommen. Als die Nehring-Schützlinge (Bad Lausick) mit 2:1 Naunhof bezwangen, waren sie dem Pokalgewinn ein großes Stück näher gekommen. Eigentlich war der aufgrund des  Torverhältnisses (zu diesem Zeitpunkt 11:2/Grimma 5:6) schon gewonnen. Denn es standen ja “nur" noch die Begegnungen gegen Großsteinberg und Kitzscher an, die gewonnen werden mussten und dann hätte der FC Bad Lausick selbst im Fall einer Niederlage noch den Pott gewonnen.

Es kam aber alles etwas anders, denn im Spiel Bad Lausick gegen den TSV Großsteinberg bekam ein FC-Akteur nach vier Minuten die Rote Karte, da aber der TSV auch Zeitstrafen bekam, brauchte Bad Lausick einmal zwölf Minuten ­ “nur" vier 240 Sekunden in Unterzahl überstehen. Ein überragender TSV-Hüter Constantin Voigt (er hätte es auch verdient, am Ende bester Hüter zu werden) hielt seinen Kasten rein. Auf der anderen Seite trafen die Plischke-Mannen das FC-Tor nicht. Sie sorgten aber mit dem 0:0 dafür, dass es zu einem echten Endspiel kam.

Das musste der FC Grimma gewinnen, Bad Lausick reichte ein Unentschieden zum Turniersieg. Der rückte für die Muldestädter in weite Ferne, denn Tripke, Ziffert und Kleinert schossen ihr Team 3:0 in Front. Grimma stellte Tröger ins Tor, setzte alles auf eine Karte, doch die Anschlusstreffer von Möbius und Tröger zum 2:3-Endstand fielen zu spät.

“Wir haben verdient gewonnen, haben drei Landesligisten hinter uns gelassen", freut sich FC-Coach Ingmar Nehring. Als er das sagte, begannen die Vorbereitungen für die Siegerehrung und er fügte noch an. “Ich hoffe, dass Eric Ziffert, er war für mich heute der beste Akteur auf dem Platz, die Auszeichnung bester Spieler zuteil wird." Die erhielt er, fast wäre er auch noch Torschützenkönig geworden. Doch im Stechen gegen den Bornaer Jens Wagner (beide hatten fünf Mal getroffen) scheiterte er dreimal an Christian Säuler, dem Hüter aus Weingarten, der wie schon im Vorjahr als bester Schlussmann ausgezeichnet wurde.

Ziffert meinte: “Heute lief es bei mir sehr gut, die Krönung war, dass es diesmal auch mit dem Tore schießen bestens klappte." Als Hallensprecher Bernd Isaack den Schirmherrn des Turniers und zugleich Geschäftsführer des Betonwerk Bad Lausick fragte, ob im nächsten Jahr erneut ein Turnier stattfinden wird, verblüffte Achim Czichos mit seiner Antwort:

“Ich denke da an ein Turnier für Frauenmannschaften." Warum auch nicht, immerhin stehen Bad Lausicks Damen (Muldentalligaspitzenreiter), die übrigens von Eric Ziffert trainiert werden, den FC-Männern in nichts nach. Trotz dieser Aussage, die sicher nicht ganz so ernst gemeint war, gehen alle davon aus, dass im nächsten Jahr erneut Budenzauber mit Herrenteams zwischen Weihnachten und Neujahr an der Mulde stattfinden wird. Denn dieser Wettkampf war Werbung für den Fußballsport.

sbf

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