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Grimma Bad Lausicker Kurgäste fahren öfter zum Schloss Colditz
Region Grimma Bad Lausicker Kurgäste fahren öfter zum Schloss Colditz
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00:33 12.03.2018
Henry Heibutzki, Geschäftsführer der Kur GmbH Bad Lausick, freut sich über die bessere ÖPNV-Verbindung, die Riff-Besuchern und Kurgästen zugute kommt. Quelle: Christian Modla
Muldental

Rund zwölf Kilometer liegen zwischen dem Kurort Bad Lausick und der Schlösserstadt Colditz – zwei beliebte Ziele für Tagesausflügler. Doch bis zum letzten Sommer gab es zwischen beiden Städten keinerlei Verbindung. Wer nicht selbst motorisiert war, kam schlicht nicht von Bad Lausick nach Colditz und wieder zurück. Dies änderte sich zum 1. August 2017 mit der Einführung der Linie 613 im Rahmen des Pilotprojektes Muldental in Fahrt.

Verbindungsprobleme bestehen seit Jahrzehnten

„Diese Verbindung war dringend notwendig“, betont Henry Heibutzki, Geschäftsführer der Kur GmbH. Seit nunmehr 25 Jahren leitet er die touristischen Belange des staatlich anerkannten Kurortes. Und nahezu während seiner ganzen Amtszeit begleitete ihn die Problematik der fehlenden Verbindung nach Colditz. „Viele unserer Kurgäste nutzen die freien Wochenenden für Tagesausflüge in die Region.

Schloss Colditz thront hoch über dem Fluss Mulde im Landkreis Leipzig. Quelle: Thomas Kube

Neben Grimma und Borna war und ist Colditz ein besonders nachgefragtes Ziel aufgrund der dortigen Schlösser Colditz und Podelwitz.“ Weil eine Verbindung durch den öffentlichen Nahverkehr fehlte, kam ein Besuch in Colditz für viele Kurgäste jedoch nicht infrage, da diese in der Regel nicht mit dem eigenen Pkw vor Ort sind.

Die neu eingeführte Linie erfreut sich entsprechend hoher Beliebtheit – und das durchaus bei den Gästen beider Städte. Das bestätigt auch Annett Mehnel, Geschäftsführerin des Tourismusvereins Colditzer Muldenland. „Die Linie wird von Colditzer Seite stark nachgefragt. Aber wir verzeichnen in der Touristinfo auch eine erhöhte Zahl von Kurgästen aus Bad Lausick.“

Gepostet von Schloss Colditz am Sonntag, 31. Dezember 2017

Das Pilotprojekt Muldental in Fahrt bescherte Bad Lausick und Henry Heibutzki jedoch noch einen weiteren Grund zur Freude. Denn neben der neu eingeführten Verbindung zwischen den beiden Städten wurde auch die Busvertaktung zum Freizeit- und Erlebnisbad Riff optimiert, dessen Belange ebenfalls in den Verantwortungsbereich Heibutzkis fallen. „Zwar können wir keine genauen Zahlen nennen, aber die Neuvertaktung hat uns in jedem Fall einige Hundert Badegäste mehr gebracht. Natürlich muss man sehen, dass wir als Hallenbad stark saison- und wetterabhängig sind. Je grauer und trister die Tage, desto besser für uns.“

Vernetzung im ÖPNV ist elementar für alle

Der 61-Jährige ist sich sicher, dass das Modellvorhaben auch langfristig positive Effekte für die Muldentaler Region bringt: „Die ländliche Region darf nicht abgehängt werden, nicht nur bezogen auf den Tourismus. Die Vernetzung durch den öffentlichen Nahverkehr ist elementar für Einwohner und Gäste.“ Mit dem Neubau eines Wellnessressorts, das per Bademantelgang mit dem Riff verbunden ist, will Bad Lausick künftig nicht nur Bade- und Kurgäste anlocken, sondern auch Gesundheits- und Wellnessurlauber. Die Verbindung von und nach Colditz dürfte auch für diese touristische Zielgruppe von Bedeutung sein.

Von lvz

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