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Grimma Bagger beißen eingestürzte Husarenkaserne in Grimma weg
Region Grimma Bagger beißen eingestürzte Husarenkaserne in Grimma weg
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15:11 19.05.2015
Baggerschaufel vor dem Einsatz: Mit schwerer Technik wird der Bauschutt auf dem Kasernengelände Lausicker Straße weggefahren. Quelle: Klaus Peschel

Ob und wie das Grundstück vermarktet werden könne, ließ Kürten offen. "Wir haben keine konkreten Absichten", sagte er.

Das marode Dach des Hauses, das einst zum Komplex der aus dem 19. Jahrhundert stammenden Husarenkaserne gehörte, war im Frühjahr eingebrochen. Ziegel und Mauerwerk stürzten auf den Fußweg. Die TLG als Eigentümer des Geländes strebte daraufhin den Abriss an, wollte jedoch die Entsorgungskosten der ehemaligen Freistaat-Altlast nicht schultern. Daraufhin sprang die Stadt ein und beantragte mit Zustimmung des Stadtparlamentes 200 000 Euro Fördermittel zur Beseitigung dieses Schandflecks.

Der Abriss der Kaserne muss jedoch nicht zwangsläufig dazu führen, dass die Architektur dieser Immobilie aus dem Blickfeld der Grimmaer verschwindet. Wie Markus Teucher aus Grimma gestern feststellte, werden Teile der Kaserne bis 1. Dezember im Internet zum Kauf angeboten. Ein Blick auf die Online-Handelsplattform Ebay genügte, um originale Details wiederzuerkennen. So wurden eine zweiflüglige Eichentür mit Oberlichter, Granitblöcke und Treppenstufen angeboten. Die Preise schwankten zwischen 250 Euro für einzelne Steine bis zu 6000 Euro für eine gesamte Treppenanlage. Händler ist der Grimmaer Immobilienspezialist Michael Franke. "Ich hab die Baustoffe vor dem Abriss von der TLG käuflich erworben", sagte er. Darüber gebe es seinen Angaben zufolge eine Rechnung. In Eigenleistung habe er Treppen und Türen ausgebaut. "Das ist ein Test", so Franke.

Auch wenn es für das freiwerdende Grundstück an der Lausicker Straße derzeit noch keine konkreten Pläne gibt, bestätigte Kürten großes Interesse am Standort. So ziehe seinen Angaben zufolge die Nachfrage nach Eigenheimstandorten an. Außerdem habe die Stadt Grimma, die im Zuge der Verlegung von Fußballstadien an diesem Standort bereits Planspiele betreibt, Interesse angemeldet.

"Wir richten das Unternehmen derzeit strategisch neu aus", so der erst kürzlich eingeführte Geschäftsführer. Dazu werde der komplette Gewerbepark neu bewertet. Heute sind auf dem 500 000 Quadratmeter umfassenden Gelände des früheren Maschinen- und Anlagenbau Grimma rund 200 Betriebe und Gewerbetreibende angesiedelt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.11.2013
Schöppenthau, Birgit

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