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Grimma Bahnhöfe Trebsen und Gerichshain kommen unter den Hammer
Region Grimma Bahnhöfe Trebsen und Gerichshain kommen unter den Hammer
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00:21 17.11.2017
Der Bahnhof im Macherner OT Gerichshain kommt unter den Hammer. Quelle: Auktionshaus Karshausen
Trebsen/Gerichshain

Gleich zwei ungewöhnliche Immobilien aus dem Muldental kommen am 8. Dezember in Berlin im Rahmen einer zweitägigen Auktion unter den Hammer. Die Bahnhöfe Trebsen und Gerichshain, Ortsteil der Gemeinde Machern, sollen den Besitzer wechseln. Die Auktion ist öffentlich. Jeder, der das nötige Kleingeld und eine Verwendung für die Gelände hat oder eine Anlagemöglichkeit sucht, kann mitbieten.

In Trebsen fährt zwar schon seit einigen Jahren kein Zug mehr, doch das ehemalige Empfangsgebäude ist belebt. Es wird als teilweise vermietet veräußert, da es als Wohn- und Gewerbeimmobilie genutzt wird. „Trotzdem sind in einigen Bereichen Sanierungsarbeiten notwendig“, heißt es vom Auktionshaus Karhausen, das im Namen der Eigentümer die Versteigerung beider Objekte in die Hand genommen hat. Sorge, dass der Verkauf zu einer sofortigen Entmietung führen würde, braucht niemand zu haben. „Es handelt sich vor allem um ein Anlageobjekt und selbst wenn eine Modernisierung oder Umnutzung geplant wäre, verlieren die Mietverträge nicht einfach ihre Gültigkeit“, heißt es vom Auktionshaus weiter. Die Verhältnisse müssten nach geltendem Recht fristgemäß gekündigt werden.

Für das Trebsener Objekt, das mit knapp 400 Quadratmetern Nutzfläche auf einem fast vier mal so großen Grundstück auftrumpft, gibt es schon einige Interessenten. „Das Exposé wurde schon mehrfach angefordert“, heißt es aus dem Auktionshaus, das die zu versteigenden Objekte sowohl öffentlich online aufführt als auch in Form eines Kataloges an ein großes Netzwerk versendet. Das Mindestgebot liegt hier bei 29 000 Euro.

Das Bahnhofshäuschen in Gerichshain hingegen stößt bisher auf kein bemerkbares Interesse. 775 Quadratmeter Grundstück und ein Gebäude mit 70 Quadratmetern Nutzfläche sind dort zu haben. Das Objekt steht seit einigen Jahren leer, bedarf einer Generalüberholung. „Hier kann auch mit Eigenleistung viel erreicht werden“, so das Auktionshaus. Als Wohnobjekt eigne sich das Gelände mit einem Mindestgebotspreis von 19 000 Euro weniger, aber eine gewerbliche Nutzung als Kiosk oder Imbiss biete es sich an.

Es bleibt abzuwarten, ob die Objekte im Dezember über den imaginären Ladentisch gehen und wie ihre Zukunft aussieht. Findet sich bei der Versteigerung kein Käufer, besteht im Nachhinein noch die Möglichkeit mit dem Auktionshaus in Verhandlung zu treten.

Von Nathalie Helene Rippich

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