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Grimma Bahrener Maler zeigt in Grimma frühe Werke
Region Grimma Bahrener Maler zeigt in Grimma frühe Werke
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15:32 17.07.2015
Günter Ketelhut in seiner aktuelen Ausstellung. Quelle: Frank Schmidt
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Grimma

Sie geben Einblicke in Ketelhuts künstlerisches Schaffen aus seiner Studienzeit an der Alten Leipziger Schule. Die Bilder zeigen Menschen, denen der inzwischen 86-jährige Künstler zwischen 1951 und 1956 begegnet ist und die er für seine Arbeiten genau studierte. Darunter auch eine Arbeit von dem schwarzen Boxer im Weltergewicht, Ray Robinson. Das Porträt war eine seiner ersten Zeichnungen überhaupt, die damals die Entscheidungsträger an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) so sehr beeindruckt habe, dass der damals 25-jährige Ketelhut im Malsaal der HGB lediglich eine Probe seines Könnens geben durfte und daraufhin ohne weitere Eignungstests zum Studium zugelassen worden ist.

Er kam sogar in den Genuss des Wilhelm-Pieck-Sonderstipendiums und rechtfertigte das Vertrauen, indem er das Diplom als Maler und Grafiker mit Auszeichnung erwarb. Fortan war der Weg in Ketelhuts Arbeitsleben vorgegeben. Zunächst als Angestellte der VEB Deutsche Werbe- und Anzeigengesellschaft (DEWAG), später als freischaffender Künslter. Mit seiner künstlerischen Hände Arbeit schuf er über 750 Plakate sowie zahlreiche Schriften und Tafeln, von denen auch viele in und um Grimma zu sehen waren und noch heute zu sehen sind.

 Und auch in seinem (Un-)Ruhestand war er nicht bereit, Stifte sowie Pinsel und Farben beiseite zulegen. Noch immer macht er mit diversen Ausstellungen auf sich aufmerksam, in denen er stets neue Werke zeigt. Überdies leitet er seit 1974 verschiedene Grafik- und Malkurse, um sein umfangreiches Wissen weiterzugeben, und konnte auf diese Weise viele Hobbykünstler für das Malen und Zeichen begeistern.

Besonders diese Hobbykünstler brachten Ketelhut auf die Idee, seine in einer Mappe liegenden und bislang zurückgehaltenen Arbeiten der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Arbeiten des Malers waren eher zufällig ausgekramt worden. Die Arbeiten aus der Alten Leipziger Schule „mit historischem Wert", so schätzen das Ketelhuts Schüler ein, sind noch bis weit in den Sommer hinein während der Praxisöffnungszeiten für jedermann zu sehen.

Frank Schmidt

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