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Balkone und Fahrstuhl: In Grimma wird's für Mieter richtig schick

Balkone und Fahrstuhl: In Grimma wird's für Mieter richtig schick

Marlies Jakobi (71) und Peter Küster (75) sind glücklich. In dieser Woche erhielten sie den Schlüssel für ihre Drei-Raum-Wohnung An der Königsnase 13 in Grimma.

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Grimma-Süd: Hausmeister Günter Stefan überreicht Marlies Jacobi und Peter Küster für ihre neue Wohnung An der Königsnase den Schlüssel.

Quelle: Thomas Kube

Grimma. "Der WBS-70-Block ist nicht wieder zu erkennen",  so Marlies Jakobi. Die Wurzenerin und der Bad Lausicker freuen sich, dass sie eine Wohnung gefunden haben, die ihren Ansprüchen entspricht. Den Schlüssel händigte ihnen der Hausmeister Günter Stefan (56) aus, der seit dem 1. August 23 Wohnungsübergaben An der Königsnase 11 bis 14 durchführte. "Wir sanierten 40 Wohnungen mit einer Wohnfläche von 2450 Quadratmetern", sagt Katrin Hentschel, Geschäftsführerin der Grimmaer Wohnungs- und Baugesellschaft. Im Durchschnitt haben die Wohnungen eine Größe von 53 bis 75 Quadratmetern. Bis auf vier Wohnungen sind bereits alle vergeben. Dem Tag der offenen Tür folgten 100 Gäste, um sich die neu entstandenen Wohnungen anzusehen.  "Die Sanierung war für uns eine anspruchsvolle Aufgabe. Alle Grundrisse und Zuschnitte der Wohnungen wurden total verändern", sagt sie. Denn die unsanierten Wohnungen waren übergroße Drei- und Vier-Raum-Wohnungen, welche schon länger leer standen. "Potenzielle Mieter sind auf der Suche nach 2- und kleinen 3-Raum-Wohnungen", so die Geschäftsführerin. Die Wohnungs- und Baugesellschaft wollte Wohnraum schaffen, in dem Mieter ein Leben lang bleiben können.  "Die neuen Grundrisse stellten für die Planer durch die gegebenen Spannbetondecken statisch eine große Herausforderung dar", weiß Hentschel.  Vom Vorteil war der gestalterische Spielraum unterschiedlichster Wohnungszuschnitte. "In unserem Mehrgenerationenwohnhaus sollen künftig junge und alte Menschen ein zu Hause finden. Wir wünschen uns, dass die Mieter sich im gegenseitigen Miteinander unterstützen", erklärt sie. Die Voraussezung dazu schaffte der Wohnungsvermieter, in dem er 34 barrierearme und sechs barrierefreie Wohnungen entstehen ließ. 2,7 Millionen Euro investierte das Unternehmen in das Projekt, an dem 18 Gewerke beteiligt waren. "Unsere sechs barrierefreie Wohnungen wurden für Menschen mit Behinderung vor allem für Rollstuhlfahrer saniert, alles ohne Schwellen und mit einer komfortablen Badausstattung", sagt Hentschel. Ein großes Plus bestehe darin, dass ein Fahrstuhl 20 Wohnungen und den Keller erschließt. So kann der Rollstuhlfahrer im Keller problemlos, seinen Rollstuhlparkplatz mit integriertem Stromanschluss zum Aufladen, erreichen. "Alle Wohnungen verfügen über ein Tageslichtbad. Wir bieten Wohnungen, die eine getrennte Küche und ein Wohnzimmer haben, aber auch solche, in denen die Küche im Wohnzimmer integriert ist", erzählt die Geschäftsführerin. Letzteres wird besonders von jungen Leuten bevorzugt. Dazu gehören Marlies Jakobi und Peter Küster nicht mehr. Sie schätzen besonders, dass sich ein Einkaufzentrum, ein Arzt, die Physiotherapie, eine Bushaltestell sowie ein Wald in der Nähe befinden. Für die jungen Paare ist wichtig, dass eine Schule, die Kindertagesstätte und ein Spielplatz vorhanden sind. "Begeistert sind die Mieter von den 12 Quadratmeter großen Balkonen", ergänzt Hausmeister Günter Stefan. Doch ein Problem hatte Marlies Jakobi bei der Schlüsselübergabe: "Wo können wir die Wäsche im Freien aufhängen?". Der Vermieter gab ihr die Antwort, dass Wäschespinnen nach Fertigstellung der Außenflächen aufgestellt werden. "Wir schafften es noch nicht, das Außengelände komplett zu begrünen. Die Rosenrabatte und alle gepflanzten Sträucher trotzen zwar tapfer der Hitze der letzten Wochen, aber wir haben uns entschlossen, erst im Herbst die weitere Bepflanzung fortzuführen", sagt Katrin Hentschel. Gegenwärtig wird der Gehweg zum Wald vollendet.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.08.2015
Cornelia Braun

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