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Grimma Bauboom verteuert Schulneubau in Grimma
Region Grimma Bauboom verteuert Schulneubau in Grimma
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20:18 15.09.2018
Im Alten Rathaus von Grimma tagt das Stadtparlament. Quelle: Thomas Kube
Grimma

Mit der Möglichkeit für Einwohner, Anfragen zu stellen, steigt der Grimmaer Stadtrat wie gewohnt in die Tagesordnung seiner nächsten Sitzung ein. Die Stadträte tagen am Donnerstag, dem 20. September, ab 17 Uhr im Rathaussaal.

Querelen im Vereinsdomizil in Bahren beigelegt

Dann kommt wohl auch bezüglich des Reit- und Fahrvereins Grimma die Kuh vom Eis. Das Gremium soll den Verkauf der Grundstücke Bahrener Straße 3 bis 5 an den Verein absegnen. Dem ging ein langer Prozess voraus, den die Stadt im vorigen Jahr mit der Ausschreibung des Türmchenhauses vom einstigen Rittergut in Gang gesetzt hatte. Ein schon als Käufer geglaubter privater Interessent und der Verein, der einen Teil des einstigen Herrensitzes seit langem als Pächter nutzt, waren sich alles andere als grün. Der Verein fürchtete sogar um seine Zukunft. So wurde das Verfahren um die sanierungsbedürftige Immobilie neu aufgerollt und wird nun offenbar im Interesse der Pferdefreunde zu Ende geführt. Laut Beschlussvorlage wird der Verein eine Investitionsverpflichtung eingehen.

Schulneubau kostet über zehn Millionen Euro

Aufgerufen wird die erste Ergänzung zum Baubeschluss für die neue Oberschule im Ortsteil Böhlen. Nach dem Scheitern der Stadt Colditz, die vor dem sächsischen Oberverwaltungsgericht den Ersatzbau stoppen wollte (die LVZ berichtete), geht die Stadt Grimma jetzt von einem freien Weg aus und will Geldmittel für die weiterführende Planung frei geben. Die zeitliche Verzögerung verteuert das Schulhaus, weil die 2015 kalkulierten Preise nicht mehr zu halten sind. Deshalb, so verdeutlicht die Beschlussvorlage, wird der Neubau wohl mehr als 9,6 Millionen Euro kosten. Ähnlich gelagert ist der den Stadträten vorliegende Beschlussantrag zum Umbau des Stadions der Freundschaft. Durch die gestiegenen Baupreise seit der ersten Planung erhöht die Stadt die voraussichtlichen Baukosten um 120000 auf nun 606 000 Euro.

Bewohner der Loreley sehen sich nach Sicherheit

Wie berichtet, sollen Grimmas Stadträte auch die Aufstellung eines Bebauungsplanes für die Loreley in Bahren auf den Weg bringen. Mit dem B-Plan soll die dortige Bebauung auf rechtlich sichere Füße gestellt werden.

Die Tagesordnung der sich nach dem öffentlichen Teil zwei Punkte hinter verschlossenen Türen anschließen, beinhaltet auch die Vergabe von Bauleistungen für den Radweg-Abschnitt zwischen Großbothen und der Gemarkungsgrenze Glasten, den Verkauf von Grundstücken, die Anerkennung von Schlussrechnungen und die Neuvergabe des Pachtvertrages für die Flächen am Roten Vorwerk. Zudem sind für das geplante Eigenheimgebiet in der Neichener Straße in Nerchau die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange abzuwägen und der Satzungsbeschluss zu fassen.

Bevor es noch diverse Informationen gibt, wird ein weiterer gewichtiger Tagesordnungspunkt aufgerufen. Auf Antrag der Stadträte von CDU, Linke und SPD soll ein zwölfköpfiger Beirat „Grimma 2050 –Stadt der Zukunft“ gebildet werden (die LVZ berichtete). Den Antragstellern geht es darum, neben einem zu aktualisierenden Stadtentwicklungskonzept wohlüberlegt Leitlinien für die nächsten 30 Jahre zu schmieden.

Von Frank Prenzel

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