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Grimma Baustopp für Schiffsmühle Höfgen
Region Grimma Baustopp für Schiffsmühle Höfgen
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14:31 19.05.2015
Menschenleer: Wo in den letzten Wochen zahlreiche Handwerker am Wiederaufbau des Erlebnishotels beteiligt waren, ruht die Arbeit. Wegen des Baustopps geht es momentan nicht weiter. Quelle: Birgit Schöppenthau

Der Umfang der Arbeiten überschreite eine "maßvolle Erweiterung" beträchtlich.

Die Nerven bei Mario Sörnitz liegen blank. Der Hotelier räumte gestern ein, dass wegen des zeitlichen Drucks beim Wiederaufbau der Hotelanlage einzelne Genehmigungen noch ausstehen würden. "Uns sitzt die Zeit im Nacken", so der 37-Jährige. Seit Monaten läuft der Wiederaufbau des touristischen Kleinods an der Mulde, nachdem der Familienbetrieb während des Junihochwasser 2013 bereits zum zweiten Mal stark zerstört worden ist. Parallel zur Sanierung von Hotel und Restaurant sowie angrenzenden Einrichtungen wie der Bowling-Grotte und der Taverne wurden die Arbeiten an einem eigenen Hochwasserschutz für die Hotelanlage vorangetrieben. Bereits sichtbar ist die teilweise Einfriedung des Biergartens, die im Falle eines erneuten Hochwassers durch Schotts abgedichtet werden kann. Das Projekt kostet rund eine halbe Million Euro, so Sörnitz, eine Förderung im Rahmen der nachhaltigen Sanierung sei jedoch abgelehnt worden. "Aber ohne Hochwasserschutz können wir hier an diesem Standort nicht weitermachen", so der Unternehmer.

Um das Projekt nicht zu gefährden, soll der Baustopp bis Ende der Woche aufgehoben werden. Wie Laux bestätigte, würden sich Bauherr, Planer und Genehmigungsbehörde derzeit eng zum weiteren Vorgehen abstimmen. Dazu soll es auch heute weitere Gespräche geben. "Es zeichnet sich ab, dass der geplante Hochwasserschutz, ein Aufzug sowie ein Technikanbau genehmigungsfähig sind", so Laux.

Die Schiffsmühle ist nicht die einzige Hochwasserbaustelle, auf der es wegen Unstimmigkeiten zwischen Bauherren und Behörde zu einem Baustopp gekommen ist. So soll auch das Kloster Nimbschen betroffen gewesen sein. Bauherr Fred Urban wollte das gestern nicht bestätigen, dementierte aber auch nicht. Er sprach von einer schnellen Klärung. "Dann hatte ich meinen Stempel und gut", so der Unternehmer.

Mehr Flexibilität bei der behördlichen Genehmigung von Vorhaben im Rahmen des Wiederaufbaus forderte dagegen Matthias Berger (parteilos), Oberbürgermeister der Stadt Grimma. "Wir hatten eine Katastrophe", sagte Berger. Mit mehr Flexibilität in der Verwaltung müsse das Landratsamt dieser Situation gerecht werden. Planungsverfahren, die sich über Monate hinziehen, würden die Unternehmer der Region ruinieren. Formale Regularien müssten eingehalten werden, so das Stadtoberhaupt. Aber es gebe in Ausnahmefällen die Möglichkeit, Bauablauf und Planung parallel laufen zu lassen. "Sonst wird der Wiederaufbau von Grimma infrage gestellt", sagte Berger.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.03.2014
Schöppenthau, Birgit

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