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Grimma Beatles-Improvisationen kamen beim Festivalpublikum in Grimma gut an
Region Grimma Beatles-Improvisationen kamen beim Festivalpublikum in Grimma gut an
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18:00 25.09.2017
Kantor Tobias Nicolaus im Interview zu dem 3. Orgelherbst in der Frauenkirche in Grimma Quelle: Frank Schmidt
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Grimma

Der 3. Orgelherbst ist Geschichte. Wir sprachen mit dem Organisator des kleinen Festivals für Musikfreunde, Kantor Tobias Nicolaus, der die musikalische Gesamtleitung inne hat.

Wie sind Sie mit der Resonanz des dritten Orgelherbstes zu frieden?

Tobia Nicolaus: Pro Veranstaltung hatten wir zwischen 40 bis 80 Gäste zu Besuch. Das übertraf nicht meine Vorstellungen. Doch der Orgelherbst entwickelt sich immer mehr zu einem kleinen Festival und hat eine gewisse Ausstrahlung.

Welche Veranstaltungen waren gut besucht?

Ich hatte damit gerechnet, das aufgrund des Ludwig Güttler-Trends, Trompete und Orgel ziehen. Doch dieses Konzert mit Alexander Pfeifer (Trompete) und Frank Zimpel (Orgel) war schlechter besucht als Sopran und Orgel oder Orgel und Blechbläser. Das kann daran gelegen haben, dass die Musik für Trompete und Orgel an einem Montag aufgetischt wurde, aber auch daran, dass das Publikum lieber reine Orgelwerke hört.

Haben Sie während des Orgelfestivals Anregungen erhalten, was das Publikum 2018 hören will?

Das nicht, aber gut kam beim Publikum an, dass David Schollmeyer auf der Orgel nicht nur Werke der französischen Orgelromantik spielte, sondern in einem zweiten Teil zehn Titel der Beatles improvisierte. Von Besuchern wurde ich gefragt, ob es davon eine CD gibt.

Haben Sie schon Vorstellungen für den vierten Orgelherbst?

Ich würde gern mit Chor und Orgel beginnen und genauso enden. Mir schwebt auch vor, Wolfgang Seifen, einen der hervorragendsten Vertreter der Orgelimprovisation und Professor für Improvisation und liturgisches Orgelspiel, einzuladen, der gut zu Stummfilmen improvisieren kann. Er hat unter anderem zum Faust gespielt. Auch würde ich mich freuen, wenn ich Musiker des Leipziger Symphonieorchesters in den Orgelherbst mit eintauchen. Überlegungen habe ich mir auch gemacht, um für Kinder Musikstücke anbieten zu können. Während des Tages des offenen Denkmals wäre es sicherlich möglich, einen Tag der offenen Orgel durchzuführen. Auch habe ich eine kleine Rundreise von Orgel zu Orgel in der Region im Visier.

Auf was kann sich das Publikum als Nächstes freuen?

Orgel und Licht heißt es am 14. Oktober ab 20 Uhr in der Frauenkirche. Es gibt ökumenische Improvisationen zum Reformationsjubiläum. Während der Sohn von Pfarrer Merkel, Jacob, für Lichteffekte im Kirchenraum sorgen wird, werde ich an der Orgel improvisieren. Es wird eine tolle Veranstaltung. Vor zehn Jahren haben wir dieses Spiel von Musik und Licht schon einmal in dem gotischen Raum der Frauenkirche veranstaltet. Es ist fantastisch, wie durch Licht, Kunstschätze, wie wir sie in der Frauenkirche haben, aus der Versenkung geholt und quasi in einem anderen Licht präsentiert werden.

Von Cornelia Braun

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