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Begeisterung und üppige Kostüme auf zwei Kilometern

Begeisterung und üppige Kostüme auf zwei Kilometern

Kein Zweifel - die Zahl des Tages in Colditz war gestern die 750. Vor genau 750 Jahren fand die Stadt ihre urkundliche Ersterwähnung, was mit einer ganzen Festwoche gefeiert wurde.

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Cornelia Hippe-Kasten, eher bekannt als Kurfürstin Sophie, winkt den Ehrengästen auf der Tribüne zu.

Quelle: Frank Schmidt

Colditz. Den Höhepunkt bildete am Sonntagnachmittag ein fulminanter Festumzug, der mit etwa 100 Bildern und weit mehr Protagonisten über die Straßen und Plätze der Schlossstadt führte.

Zeitiges Kommen sicherte gute Plätze entlang der Strecke. So manch einer brachte nicht nur Campingtische und -stühle mit, um es sich auf dem Bürgersteig bequem zu machen. Wie Familie Weber aus Zschadraß hatten sich viele auch Kaffee und Kuchen eingepackt. Oder einen Kasten Bier. "Mal sehen, ob der Inhalt bis zum Schluss des Umzugs reicht", witzelten Peter Sauer und Silvio Brauns im Gleichklang. Ihre sichtlich gute Laune war ansteckend, wurde aber im wahrsten Sinn des Wortes von einem gigantischen Mammut überschattet.

Dieses Zotteltier, von einigen Steinzeitmenschen vor sich hergetrieben, führte den Festumzug an. Doch zuvor kündete das Eröffnungsbild mit Wappen und Stadtfahne vom großen Ereignis, das von einstigen Herolden sowie Repräsentanten der Neuzeit stolz kundgetan wurde. Und so zogen an den Menschenmassen historische Bilder mit üppigen Kostümen vorbei, die von den Anfängen der Besiedlung bis 1945 erzählten, von der Nachkriegszeit bis zum Mauerfall im Jahr 1989 und darüber hinaus - vom Leben in und um Colditz früher und heute.

Die Besonderheit des etwa zwei Kilometer langen Umzugs lag darin, dass er sich auf der zweiten Hälfte der Strecke zwischen Muldebrücke und Wendeschleife am Bahnhof begegnete. Großes Hallo, weil damit August der Starke auf die Russen und Martin Luther auf den Rock-'n'-Roll-Club Caddy stießen. Darauf ein Prosit aus Stoßhörnern, wie es Jörg und Jacqueline Knispel vom Stamm der Hermunduren um 500 vor unserer Zeit aussprachen. Große Erleichterung bei den Veranstaltern, die mit viel Hingabe und Engagement dafür gesorgt hatten, dass sich die Stadt Colditz von ihrer Sonnenseite zeigen konnte. Selbst Petrus outete sich als Verbündeter - trotz anderslautender Wettervorhersage.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.05.2015

Frank Schmidt

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