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Grimma Behörde lässt marode Stützwand in Grimma sanieren
Region Grimma Behörde lässt marode Stützwand in Grimma sanieren
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15:48 06.10.2011
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. Polier Jens Gruschwitz, der zweite Mann auf der Baustelle, hat wenig Zeit für Erklärungen.

Er dokumentiert jede Bohrung auf einem Blatt Papier, muss immer wieder neue Stäbe einsetzen und sich um den Beton kümmern, der in die Bohrungen gepresst wird. – Auf diese Weise entstehen sechzig um die sechs Meter tiefe so genannte Erdanker aus Stahlbeton. Die sollen die neue Vorsatzwand halten, mit der die alte Stützmauer saniert wird.

Seit der zweiten Septemberhälfte laufen die Arbeiten an der Staatsstraße 11 in Richtung Nerchau, für die das Straßenbauamt (SBA) Leipzig die Firma Spesa Spezialbau und Sanierung aus Roßwein unter Vertrag genommen hat. Weil die Mauer baufällig war, mussten Autofahrer schon seit Anfang des Jahres eine einspurige Verkehrsführung in Kauf nehmen. Jetzt wird der Verkehr sogar ganz von der Straße weg über die alte Pflasterstraße vor dem Unteren Bahnhof geleitet.

Sehr zum Ärger des dort ansässigen Gewerbetreibenden Karsten Tümmler. Sein Gelände und sein Gebäude, Fahrzeuge der Firma und von Kunden seien starker Staubbelastung ausgesetzt. „Das rote Dach ist nur noch grau und durch die Autoscheibe kann man nach einem Tag nicht mehr durchschauen. Der Staub dringt überall ein."

Die Grimmaer Straßenverkehrsbehörde hat mit der Baufirma darüber gesprochen, dass die an den Wochenenden, wenn nicht gearbeitet wird, die Straße so weit räumt, dass der Verkehr auf der Asphaltstraße laufen kann. Außerdem seien in dem ampelgeregelten Abschnitt zwanzig Kilometer je Stunde vorgeschrieben. „Wenn das eingehalten wird, müsste sich der Staub in Grenzen halten", sagt Frank Mundry von der städtischen Behörde. Weitergehenden Handlungsbedarf sehe man nicht.

Die alte Stützwand wird laut SBA um etwa einen Meter abgetragen. Die neue Vorsatzschale wird aus Stahlbeton gefertigt mit einem Oberflächenrelief in Natursteinoptik, darauf wird ein Geländer montiert. Die Wand ist knapp 50 Meter lang und insgesamt bis zu 3,80 Meter dick. Dahinter wird die Entwässerung erneuert. Die Sanierung kostet rund 200 000 Euro und soll bis Ende November fertig sein, teilt das Straßenbauamt mit. Allerdings sind die Arbeiten von der Witterung abhängig: Zeitige Frostgefahr könnte die Fertigstellung verzögern, denn dann könnte die Vorsatzschale nicht betoniert werden, erklärt Uwe Rohland vom Straßenbauamt.

André Neumann

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