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Grimma Beiersdorf ist jetzt frühlingsfein
Region Grimma Beiersdorf ist jetzt frühlingsfein
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16:04 03.05.2011
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. LVZ folgte diesen Spuren ein paar Tage später an der Seite des amtierenden Ortsvorstehers Holger Kern.

Eben präsentiert sich jetzt der Hof vor der Alten Schule. „Hier war eine alte Klärgrube und dort standen marode Schuppen", zeigt Holger Kern. Nach dem Abriss sah alles ziemlich hucklig aus. Beim Frühjahrsputz hatten die Beiersdorfer jedoch die Initiative und entsprechende Gerätschaften ergriffen und das Areal mit einem Mineralgemisch ordentlich plan und befahrbar gemacht.

Schmuck zeigt sich auch der Sportplatz hinter dem einstigen Schulgebäude. Auch hier hatten die Dorfbewohner beim Subbotnik Hand angelegt. Weil Beiersdorf schon immer ein bloßes „Kreuzungsdorf" war, fanden sich die Bewohner immer auf dem Sport- und Spielplatz zusammen, wenn es etwas zu feiern galt. „Ich weiß noch, hier, wo jetzt das Volleyballfeld ist, stand in DDR-Zeiten immer die Tribüne zum 1. Mai, und hier haben auch alle aus dem Dorf gefeiert", erzählt Kern. Leider würde der schöne Platz jetzt auch manchmal sehr zweckentfremdet genutzt. „Vor ein paar Wochen habe ich hier einige Säcke voller Müll gefunden, leider gab es keinen Hinweis auf den Verursacher."

Hinterm Sportplatzgelände dümpelt der so genannte Feuerlöschteich vor sich hin. „Bei Starkregen läuft die Brühe ins Dorf, weil die Kanalisation gegenwärtig nicht ausreicht, das Wasser abzuleiten", kennt Holger Kern die Sorgen der Anwohner. Doch er ist optimistisch, denn noch in diesem Jahr soll der Teich ordentlich ausgehoben, erweitert und mit ausreichender Kanalisation verbunden werden. „Auch hier, der holprige Sportplatzweg, erhält dann eine Schwarzdecke." Ansonsten fährt Beiersdorf in punkto Kanalisation ziemlich gut. „Wir können heilfroh sein, dass unser Ort in die zentrale Abwasserlösung eingebunden ist", spricht Holger Kern wohl den meisten Beiersdorfern aus dem Herzen.

Doch für vier Familien, die am Ende der Seelingstädter Straße ihre Häuser haben, kommt keine so richtige Freude auf. Noch findet man angeblich keine Lösungswege, diese Häuser mit an das zentrale Abwassersystem anzuschließen. Zudem haben die Bewohner, nur reichlich 100 Meter neben der Autobahn, Tag und Nacht ziemlichen Lärm zu ertragen. Geplante Aufforstungen an der Autotrasse für den Schallschutz wurden bislang nicht realisiert. Ein wenig Gram und Unverständnis bringen auch die Anwohner der Neuen Hohnstädter Straße, wie zum Beispiel Hannfried Fischer, an den Tag. Trotz mehrfacher Anfragen und Drängen wurde beim Ausbau der sehr schmalen Straße voriges Jahr keine Wendemöglichkeit für Fahrzeuge eingerichtet.

Beim Verlassen des Ortes wird der Blick auf den eigenwilligen langen Holzzaun gelenkt, der die einstige Coesfeld-Brache umgibt. Der Zeititzer Holzgestalter Günther Ziegler, der hier einen tollen Familien-und Freizeitpark errichten will, wartet sehnlichst auf die Überwindung der letzten bürokratischen Hürden, um an dieser Stelle ein Beiersdorfer Schmeckerchen zu schaffen.

Silke Hoffmann

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