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Grimma Beim Straßenbau in Bad Lausick fallen Linden
Region Grimma Beim Straßenbau in Bad Lausick fallen Linden
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05:09 11.10.2018
Blick aufs Bad Lausicker Rathaus. Die Stadt solle beim Straßenbau für Ersatzpflanzungen für zu fällende Bäume sorgen, fordert ein Anwohner. Quelle: Thomas Kube
Bad Lausick

Weil die Kommunalen Wasserwerke Grimma-Geithain GmbH 2019 in Teilen der Lindenstraße, der Auenstraße und der Talstraße Abwasserkanäle erneuern wollen, zieht die Stadt Bad Lausick im unmittelbaren Anschluss mit dem Straßenbau nach.

Kosten für Straßenbau höher als erwartet

„Nach dem Kanalbau bleibt von der Straße nicht viel übrig“, sagte Bürgermeister Michael Hultsch (parteilos) vor dem Stadtrat. Die Straßen deshalb komplett zu überplanen, „spare allen Beteiligten Kosten“. Allerdings liegen die für den Straßenausbau, der einer Neugestaltung als verkehrsberuhigter Bereich ohne Trennung in Fahrbahn und Gehwege gleichkommt, prognostizierten Kosten deutlich höher als vor zwei Jahren angenommen.

Kommune beantragt Fördermittel

Baukosten-Steigerungen, Lohnzuwächse und volle Auftragsbücher bei den Firmen hätten zu einem signifikanten Anstieg der Baupreise geführt, so der Bürgermeister. Die Gesamtkosten für den Straßenbau einschließlich des Grunderwerbs schätze man nun auf 471 000 Euro. 315 000 Euro dieser Summe sollen durch Fördermittel gedeckt werden. Der Stadtrat beschloss einstimmig, den dafür nötigen Antrag jetzt zu stellen.

Beleuchtung soll ebenfalls verbessert werden

Weil es in der Lindenstraße bisher keine und in den anderen Straßen nur eine ineffiziente Beleuchtung gibt, soll auch die in Angriff genommen werden. Dafür muss die Kommune weitere 55 000 Euro bereitstellen. Das Unternehmen Mitnetz Gas kündigte an, im Zuge des Kanalbaus Teile des eigenen Leitungssystems auszutauschen. Andere Versorgungsträger meldeten laut Hultsch keinen Bedarf an.

Vor allem Linden werden gefällt

Die Neugestaltung des Verkehrsraumes geht mit der Fällung der vorhandenen Bäume einher. Das betrifft vor allem Linden, die für einen das Kurviertel prägenden Allee-Charakter sorgen. Eine Entscheidung, die Anwohner Helge Heinig in der Einwohner-Fragestunde kritisierte. „Wenn die Fällung schon unbedingt notwendig ist, dann haben die Ersatzpflanzungen in vollem Umfang zu erfolgen – und zwar in der Stadt, nicht irgendwo.“

Anwohner: „Vermisse ich beim Baumschutz die Konsequenz“

Die Kommune solle sich an den Maßstäben der eigenen Baumschutzsatzung orientieren und Bäume entsprechender Größe auswählen. In der kürzlich erst übergebenen neu gestalteten Heinrich-Heine-Straße habe man sich daran offenbar nicht gebunden gefühlt, so der ehemalige Stadtrat: „Seit es keinen Umweltausschuss mehr gibt, vermisse ich beim Baumschutz die Konsequenz.“ Dieser Aussage wollte Michael Hultsch so nicht folgen. „In den vergangenen Jahren haben wir uns intensiv um das Grün bemüht“, erwiderte er. Dabei habe man nicht nur Linden und ähnliches in die Erde gebracht, sondern auch Obstgehölze.

Von Ekkehard Schulreich

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