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Grimma Beiträge für Belgershainer Kitas steigen
Region Grimma Beiträge für Belgershainer Kitas steigen
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21:03 30.10.2018
Mehr als bisher müssen Eltern für die Betreuung ihrer Kinder in Belgershain hinlegen. Quelle: André Kempner
Belgershain

Tiefer in die Tasche greifen müssen ab dem 1. Januar Eltern, die ihre Kinder in Belgershain betreuen lassen. Der Gemeinderat beschloss am Montagabend eine Anhebung der Beiträge. Allerdings fällt diese – nach kontroverser Diskussion – nicht so hoch aus wie ursprünglich gedacht.

Zehn Euro mehr pro neunstündigem Krippen- und Kindergartenplatz, fünf Euro mehr für sechs Stunden Betreuung im Hort, so stand es in der Beschlussvorlage, die Bürgermeister Thomas Hagenow (parteilos) den Abgeordneten vorlegte. Er verteidigte: „Die wirtschaftliche Situation ist nicht so schlecht, so dass die Sätze steigen können.“

Kontroverse Debatte ums Geld

„Für Eltern ist das sehr wohl viel Geld“, konterte Roswitha Brunzlaff (Linke). „Der Beitrag muss auch mal zwei Jahre lang konstant bleiben, deshalb sollten wir die Beiträge erst ein Jahr später anheben. Auch ohne Erhöhung würden wir im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben bleiben.“

Bernd Weisbrich (Freie Wählervereinigung) warf Brunzlaff daraufhin vor, sie verfahre nach dem Spruch von Altkanzler Konrad Adenauer: „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?“ Im vergangenen Jahr habe der Gemeinderat beschlossen, die Anhebung der Beiträge auf zwei Jahre zu splitten. Was jetzt geschehe, sei lediglich die Umsetzung des Willens von damals.

Und dieser Wille war begründet. Belgershain hatte zum 1. Januar 2017 die Beiträge erstmals nach sieben Jahren erhöht, und zwar massiv, weil gesetzliche Mindestgrößen, die sich nach den Betriebskosten richten, schon unterschritten waren. Das befanden die Mandatsträger seinerzeit als unfair, weil manche Eltern nun vielmehr zahlen mussten als jene, deren Kinder gerade die Kindertagesstätten verlassen hatten. Deshalb kam der Rat überein, möglichst jährlich „kleinere Anpassungen“ vorzunehmen, wie es im Amtsdeutsch heißt.

„Aber zehn Euro sind kein kleiner Schritt“, warf Brunzlaff in die Runde und schlug vor: „Dann sollten wir eben nur fünf Euro mehr nehmen!“ Dafür bekam sie Rückendeckung von Marc Lößner (Belgershainer Initiative): „Kontinuierlich wird alles teurer, aber über die Höhe können wir reden.“ Guido Mai (Freie Wählervereinigung) verwies auf die niedrigeren Sätze von Naunhof und stellte die Frage in den Raum: „Warum sollten wir Vorreiter sein?“

Mit großer Mehrheit sprach sich der Rat schließlich dafür aus, die Betreuung in der Krippe von monatlich 190 auf 195 Euro, im Kindergarten von 115 auf 120 Euro und im Hort von 65 auf 70 Euro anzuheben. Alleinerziehende und Eltern mit mehreren Kindern, die betreut werden, erhalten weiterhin Abschläge. Die Gemeinde zahlt laut Hagenow jährlich 1,3 Millionen Euro für Unterhalt und Betrieb der vier Kitas und des Horts.

Von Frank Pfeifer

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