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Belgershain: Weitere Kostenexplosion

Belgershain: Weitere Kostenexplosion

Drastisch sinkt der Fördersatz für den Ausbau des Belgershainer Schlosses, in dem die Gemeinde Hortplätze schaffen will. Im Umkehrschluss heißt das für die Kommune, sie muss tiefer ins eigene Geldsäckel greifen, um die Maßnahme durchziehen zu können.

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Bürgermeister Thomas Hagenow in einem der alten Klassenzimmer des Schlosses, die zum Hort umgebaut werden sollen.

Quelle: Frank Pfeifer

Belgershain. Zwar geht es nicht um Peanuts; dennoch soll es kein Zurück geben.

„Wir werden das viele Geld für die Kinder in die Hand nehmen. Da ist sich unser Gemeinderat einig", sagt Bürgermeister Thomas Hagenow (parteilos). 100 000 Euro sollte die gesamte Maßnahme ursprünglich kosten; bei einer Förderquote von zunächst angenommenen 50 Prozent hätte die Kommune 50 000 Euro bezahlen müssen. Doch dann kam, wie berichtet, bereits im Herbst der Schock, als nach der Grunduntersuchung die Gesamtkosten auf 350 000 Euro explodierten. Und zu allem Übel sank jetzt die Förderquote auf 33 Prozent. Das macht für die Gemeinde einen Eigenanteil von 234 500 Euro, also 184 500 Euro mehr als anfangs vorgesehen.

Mit all dem Geld soll der erste Stock des Belgershainer Schlosses umgebaut werden. Früher befand sich darin die Schule; seit langem stehen die Räume leer. Da für Kindereinrichtungen ein zweiter Eingang vorgeschrieben ist, soll eine Außentreppe installiert werden, ähnlich der, die hinauf zum Jugendclub führt. Bislang hatten die Denkmalschutzbehörden keinen Gefallen daran finden können. Doch jetzt scheint Bewegung in das Thema zu kommen. „Wir haben vom Denkmalschutz eine E-mail erhalten, wonach sie mit einer vorübergehenden Treppe leben können", erklärt Hagenow. „Deshalb gehen wir davon aus, dass der Bauantrag genehmigt wird."

Bislang ist er das nämlich noch nicht. Dennoch konnte die Gemeinde bereits mit vorbereitenden Arbeiten beginnen. „Die Planungsleistungen sind gelaufen, der Antrag beim Bauordnungsamt gestellt. Außerdem haben wir im ersten Stock schon den alten Fußboden entfernt", erläutert der Bürgermeister.

Am Ziel, bis Ende Juni alles geschafft zu haben, hält er fest. „Wenn nichts ganz Verrücktes dazwischen kommt, schaffen wird das", ist er überzeugt. „Da wir mit dem Ingenieurbüro Strauß aus Borsdorf ein sehr renommiertes Büro haben, das in der Kindertagesstätte Köhra für die Rekonstruktion des Altbaus und für den Neubau zuständig war, bin ich zuversichtlich."

Nötig ist der Ausbau des Schlosses, weil die Kinderzahl in der Gemeinde anstieg. Deshalb wurde in der Kombi-Einrichtung nebenan der Bereich der Kindertagesstätte Schloßgeister für 45 000 Euro auf die doppelte Anzahl der Plätze erweitert. Dies ging zu Lasten des Hortbereichs, weshalb einige Hortkinder seit September in der Grundschule betreut werden. Das soll aber eine Übergangslösung bleiben, bis die 60 Hortplätze im Schloss geschaffen sind.

Frank Pfeifer

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