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Grimma Belgershain: Zweiter Anlauf zur Eingemeindung
Region Grimma Belgershain: Zweiter Anlauf zur Eingemeindung
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17:26 12.12.2012
Räumliche Nähe: Nur zwei Kilometer sind es vom Belgershainer Ortsteil Threna nach Großpösna. Beide Seiten hatten sich in der Vergangenheit mehrfach für einen Zusammenschluss ausgesprochen. Quelle: Frank Pfeifer
Belgershain/Naunhof

Nachdem das Dorf damit dieses Jahr schon einmal gescheitert war, erhofft es sich nun bessere Chancen.

Ziel ist laut Bürgermeister Thomas Hagenow (parteilos) die Eingliederung mit sämtlichen Ortsteilen nach Großpösna zum 1. Januar 2014. „Einen entsprechenden Grundsatzbeschluss muss unser Gemeinderat noch fällen", erläutert er. In Arbeit sei bereits die Eingliederungsvereinbarung, die alle Formalien und Inhalte regeln soll. Dazu gehören zum Beispiel die Belgershainer Wunschvorstellungen hinsichtlich notwendiger Investitionen, als auch Fragen des Vereinslebens und der Feuerwehr.

Das alles war schon einmal zu Papier gebracht worden. Doch Belgershain durfte nicht aus der seit 2002 existierenden Verwaltungsgemeinschaft austreten. „Am 2. Juli lehnte der Gemeinschaftsausschuss mit den Stimmen von Naunhof und Parthenstein unser Ansinnen mehrheitlich ab", erinnert Hagenow.

Dies könnte durchaus beim zweiten Anlauf wieder geschehen. Inzwischen aber hat der sächsische Landtag ein Gesetz erlassen, das Mitte November in Kraft getreten ist und von dem sich Belgershain viel erhofft. „Wenn der Gemeinschaftsausschuss wieder unseren Austritt aus der Verwaltungsgemeinschaft ablehnen sollte, dann ist das nach dem neuen Gesetz nicht mehr so bindend", sagt Hagenow. „Ausschlaggebend wird die Zustimmung des Landkreises Leipzig sein. Und der steht unserer Eingemeindung nach Großpösna sehr, sehr offen gegenüber."

Glücklich fühlt sich Belgershain in der jetzigen Verwaltungsgemeinschaft offenbar nicht. Der Bürgermeister formuliert zurückhaltend: „In den vergangenen Jahren ist vieles nicht ideal gelaufen, was die Zusammenarbeit von uns als Kommune mit Naunhof betrifft." Auf Einzelheiten geht er nicht ein. In Großpösna sieht er Belgershain, Köhra, Threna und Rohrbach besser aufgehoben. Die neue Großgemeinde hätte fast 9000 Einwohner, also deutlich mehr als die von der Staatsregierung favorisierte Mindestgröße von 5000 Einwohnern.

Naunhof will hingegen an der Verwaltungsgemeinschaft festhalten. In einem Treffen von Amtsverweser Karsten Rottstädt mit Thomas Hagenow am 23. November, so Stadtsprecherin Anja Lohn, habe der Belgershainer Gemeindechef geäußert, er sei mit der Arbeit der Verwaltungsgemeinschaft und der Stadtverwaltung Naunhof äußerst zufrieden. Rottstädt gestern: „Wir wollen die erfolgreiche Zusammenarbeit der Verwaltungsgemeinschaft Naunhof, Belgershain und Parthenstein weiterhin zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger fortsetzen."

Frank Pfeifer

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