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Belgershain braucht Löschteich, Threna ein Auto

Brandschutzbedarfsplan Belgershain braucht Löschteich, Threna ein Auto

Recht gut aufgestellt ist die Ortswehr Belgershain. Größerer technischer Bedarf wird bei ihren Threnaer Kameraden gesehen. Dennoch muss in den kommenden Jahren in beide Einsatztruppen investiert werden. Der Brandschutzbedarfsplan, den der Gemeinderat jetzt einstimmig absegnete, gibt darüber detailliert Auskunft.

Idyllisch liegt der Pfarrteich in Belgershain. Er soll zum Feuerwehrlöschteich umgestaltet werden.

Quelle: Thomas Kube

Belgershain.

Der Umbau des Belgershainer Pfarrteichs zum Feuerwehrlöschteich steht schon für dieses Jahr auf der Agenda, kann aber nicht bis Ende Dezember beendet werden. Mehrere der angeschriebenen Firmen, die Angebote abgeben sollten, haben abgesagt. Bürgermeister Thomas Hagenow (parteilos) geht trotzdem davon aus, dass die Arbeiten im November begonnen und im Frühjahr abgeschlossen werden können. Billig wird das Vorhaben nicht, der Plan weist 175 000 Euro aus, von denen die Hälfte als Zuschuss zu erwarten ist.

Als einen der wichtigsten Punkte erachtet der Naunhofer Ordnungsamtsleiter Daniel Brcak, der im Rahmen der Verwaltungsgemeinschaft für das Thema zuständig ist, die Anschaffung eines Mannschaftstransportwagens für Threna. Er wird voraussichtlich 46 000 Euro kosten, die sich ebenfalls zu 50 Prozent über Fördermittel finanzieren lassen. Bislang fahren die Floriansjünger mit ihren privaten Autos zu den Einsatzorten – kein haltbarer Zustand. Da nun das neue Gerätehaus in der ehemaligen Schule offiziell eingeweiht ist, das mehr Platz bietet, soll zügig gehandelt werden. Der Kauf ist schon für kommendes Jahr geplant.

Für 2017 steht außerdem für die Gemeindefeuerwehr der Kauf digitaler Funktechnik im Plan, die die analogen Geräte ablöst. Und für 20 Feuerwehrleute soll die Einsatzbekleidung ersetzt werden.

2018 dürfen sich, wenn alles nach Plan läuft, die Threnaer Floriansjünger über einen neuen Rettungssatz für ihr Löschfahrzeug freuen. Der Austausch ist nötig, um mit den technischen Gegebenheiten Schritt zu halten. Im Jahr darauf sollen die Atemschutzgeräte im Gemeindegebiet durch moderne ersetzt werden. Für einen Großteil der Masken gibt es seit 2013 keine Ersatzteile mehr, so dass sich bei Reparaturen mit Restbeständen ausgeholfen werden muss.

Der Kauf von 45 neuen Helmen ist für 2010 vorgesehen. Im Jahr darauf soll die Threnaer Wehr eine neue Tragkraftspritze erhalten. Und 2021/22 geht es voraussichtlich um die Umgestaltung und Erweiterung der Sirenentechnik. Bislang gibt es Sirenen nur in Belgershain und Threna, aber nicht in den Ortsteilen Köhra und Rohrbach. Nur die Blaurocke erfahren dort über Funk von Einsätzen. Der Brandschutzbedarfsplan fordert jedoch: „Im Einzelfall ist die Information der Bevölkerung in allen Ortsteilen sicherzustellen.“ Will heißen, es wird mehr Sirenen geben. Vorher muss dafür ein Schallschutzgutachten erstellt werden.

Personell ist die Belgershainer Wehr gut aufgestellt, sie übertrifft zahlenmäßig die Mindestanforderungen. Schwerpunkt soll dennoch die konsequente Jugend- und Nachwuchsarbeit bleiben. Sie habe sich in ihrer bisherigen Form bewährt. Ordnungsamtsleiter Brcak sprach im Gemeinderat „ein großes Dankeschön für die ehrenamtliche Arbeit“ aus. Dem schloss sich Bürgermeister Hagenow an, der von einer „hochwertigen und anspruchsvollen Arbeit“ sprach, die „im Interesse der Sicherheit der Bürger funktioniert.“

Der Abgeordnete Bernd Weisbrich kritisierte, dass in der Vergangenheit die Mandatsträger nur zu den Jahreshauptversammlungen in Belgershain eingeladen wurden, aber nicht von den Threnaern. Dazu der dortige Wehrleiter Helmut Kupke: „Unsere bisherigen Platzverhältnisse waren zu beengt. Ins neue Gerätehaus werden sie eingeladen.“

„Wir sind die einzige Gemeinde, die keine Löschhilfevereinbarung mit allen umliegenden Orten hat“, monierte Ralf Hempel, stellvertretender Leiter der Ortswehr Belgershain. „Von beiderseitigem Vorteil wäre es, auch eine mit Oelzschau zu schließen. „In diese Richtung haben wir noch nie gedacht“, räumte Hagenow ein, der 2014 eine solche Vereinbarung mit seinen Amtskollegen von Naunhof, Parthenstein, Großpösna und Brandis unterzeichnet hatte. „Wenn wir schon einmal dabei sind, sollten wir dasselbe mit Otterwisch tun“, schlug Weisbrich vor. Für Hagenow sinnvolle Ideen. Eine Löschhilfevereinbarung regelt im Wesentlichen, dass sich die Gemeinden nicht gegenseitig die Einsätze in Rechnung stellen, wenn ihre Wehren im Nachbarort aushelfen.

Von Frank Pfeifer

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