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Grimma Belgershain will alte Baracke in Köhra abreißen lassen
Region Grimma Belgershain will alte Baracke in Köhra abreißen lassen
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13:45 21.02.2018
Die Baracke an der Gartenstraße in Köhra ist einer der letzten Schandflecke der Gemeinde Belgershain. Nun unternimmt Bürgermeister Thomas Hagenow einen zweiten Versuch, sie abreißen zu lassen. Quelle: Foto:
Belgershain/Köhra

Alles noch einmal von vorn. Weil auf dem Dienstweg alle Unterlagen abhanden kamen, musste die Gemeinde einen zweiten Vorstoß unternehmen, um Fördermittel für den Abriss der alten Baracke in Köhra zu erhalten. Bürgermeister Thomas Hagenow (parteilos) will das marode Gebäude an der Gartenstraße endlich loswerden.

Über das europäische Leader-Programm hatte die Kommune das Verfahren 2016 schon einmal angeleiert. „Die Unterlagen hatten wir komplett erstellt, durch den Koordinierungskreis des Südraums Leipzig waren sie bestätigt worden“, schildert Hagenow den bisherigen Verlauf. „Im Frühjahr 2017 gab unsere Mitarbeiterin Eva-Maria Walther die Unterlagen persönlich im Landratsamt ab. Dort sind sie irgendwo verschwunden.“

Das Resultat: Alle Dokumente mussten neu ausgefertigt werden. „Wir haben sie in diesem Zuge auf den aktuellen Stand gebracht. Der Gemeinderat hat seine Zustimmung gegeben, so dass der Eigenanteil, den wir aufbringen müssen, im Haushalt dieses Jahres eingestellt wird, auch wenn dieser noch nicht beschlossen ist“, so Hagenow. „Die Kommunalaufsicht gab eine positive Stellungnahme ab. Und der Koordinierungskreis bestätigte das Vorhaben. Nun gehen die Papiere wieder ans Landratsamt, das sie prüft. Genehmigt uns die Kreisbehörde das Projekt, besteht die Chance, Fördermittel zu erhalten.“

Ohne Beihilfen käme der Abriss die Gemeinde sehr teuer, denn er kostet voraussichtlich 70 000 Euro. Die in Aussicht stehenden Fördermittel in Höhe von 80 Prozent würden den Eigenanteil beträchtlich sinken lassen. Nach dem Abbruch will die Gemeinde das Areal, das ihr gehört, begrünen. „Wie es dann weitergeht, werden wir sehen“, sagt Hagenow.

Für ihn handelt es sich zurzeit „um einen der wenigen Schandflecke, die es noch in der Gemeinde gibt.“ Zu DDR-Zeiten war das Gebäude nach seinen Worten eine Verwaltungsbaracke der LPG Pflanzenproduktion. „Nach der Wende gelangte es in Privathand“, schildert er. „Ein Erweiterungsbau kam hinzu, der zuletzt als Jugendclub genutzt wurde. Später brach in der Baracke ein Brand aus, seitdem ist sie ungenutzt. Der Jugendclub schloss einige Jahre später.“

Von Frank Pfeifer

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