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Grimma Belgershain will mit Bürgern über Turnhallenbau sprechen
Region Grimma Belgershain will mit Bürgern über Turnhallenbau sprechen
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16:46 04.07.2017
So sah ein erster Entwurf aus: Die neue Turnhalle (links) steht auf der Fläche des jetzigen Hartplatzes, das Areal der alten (rechts) ist begrünt. Quelle: Architekten Strauß und Google Earth
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Belgershain

Die Entscheidung steht: Belgershain will im kommenden Jahr beginnen, eine neue Turnhalle zu bauen. Unklar bleibt aber weiter, wo sie stehen soll. In dieser Frage sollen auch die Bürger mitreden können.

Zwei Varianten für den Standort liegen auf dem Tisch. Zum einen könnte der Neubau auf dem Hartplatz neben der jetzigen Halle errichtet werden, die erst abgerissen würde, wenn die moderne in Betrieb geht. „Das hätte den Vorteil, dass Schul- und Vereinssport durchgehend laufen könnten“, erklärt Bürgermeister Thomas Hagenow (parteilos). Allerdings hält der Widerstand in der unmittelbaren Nachbarschaft an. Dort fürchten Anlieger mehr Lärm, wenn die Halle ein Stückweit zu ihren Häusern hin verlegt wird.

Sie würden es lieber sehen, wenn die alte Halle aus dem Jahre 1975 entweder saniert oder nach ihrem Abriss eine neue exakt auf deren Platz errichtet würde. „Mit einem Grundsatzbeschluss haben wir die Sanierung inzwischen ausgeschlossen. Das wäre hinausgeschmissenes Geld. Wir würden viel bezahlen und hätten immer noch eine alte Halle“, so Hagenow am Dienstag. „Und ein Neubau an der selben Stelle würde dazu führen, den Schul- und Vereinssport auf alle Fälle für ein Jahr zu unterbrechen.“

Damit lässt sich zwar seine Position erahnen, doch der Gemeinderat hat sich noch nicht für eine Variante entschieden. Er folgt der Bitte eines Anwohners, die Bürger anzuhören. Laut Bürgermeister soll es eine solche Gesprächsrunde im Herbst geben.

Derzeit warte die Gemeinde auf die Planungsunterlagen. „Das Architektenbüro Strauß in Borsdorf erarbeitet sie gerade. Wenn sie eintreffen, wird der Gemeinderat weitere Entscheidungen treffen“, erklärt Hagenow. Fakt sei aber, dass die Halle mit 18 mal 36 Metern etwas kleiner werde, als sie sich die Sportler anfangs gewünscht hatten. Wäre es nach ihnen gegangen, so der Bürgermeister, hätte der Bau 3,5 Millionen Euro verschlungen.

In der abgespeckten Variante hingegen stünden 2,5 Millionen Euro zu Buche. Belgershain zielt auf die Sportförderung ab, muss dafür aber eine Sportstättenleitplanung erstellen für das gesamte Gemeindegebiet. „In diesem Rahmen werden wir die Vereine anhören“, kündigt Hagenow an. Auch wenn am Ende Beihilfen fließen, liegt der Betrag der nötigen Eigenmittel in einer Größenordnung, die Belgershain nicht selber aufbringen kann. Deshalb muss das Dorf einen Kredit aufnehmen, der nach derzeitigen Vorstellungen um die 1,2 Millionen Euro beträgt.

Von Frank Pfeifer

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