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Belgershainer Ortsteil bewirbt sich bei Fanta-Spielplatz-Initiative

Threna Belgershainer Ortsteil bewirbt sich bei Fanta-Spielplatz-Initiative

Der Sport- und Spielplatz in Threna liegt eigentlich ideal: an keiner Hauptstraße und trotzdem zentral. Also der richtige Platz zum Toben für den Nachwuchs. Doch die Ausstattung könnte noch um einiges besser werden. Deshalb hat sich eine Threnaer Elterninitiative, unterstützt von der Gemeinde Belgershain, entschlossen, sich an der Fanta-Spielplatz-Initiative 2016 beteiligen.

Dass die Anlage schon ein paar Jährchen zählt, schmälert das Vergnügen der Kinder nicht.

Quelle: Thomas Kube

Belgershain/Threna. Der Sport- und Spielplatz in Threna liegt eigentlich ideal: an keiner Hauptstraße und trotzdem zentral. Also der richtige Platz zum Toben für den Nachwuchs. Doch die Ausstattung könnte noch um einiges besser werden. Deshalb hat sich eine Threnaer Elterninitiative, unterstützt von der Gemeinde Belgershain, entschlossen, sich an der Fanta-Spielplatz-Initiative 2016 beteiligen.

Unter dem Motto „100 Spielplätze in 100 Tagen“ unterstützt Fanta im Jubiläumsjahr der Initiative wieder 100 sanierungsbedürftige Spielplätze in ganz Deutschland. Zum fünften Geburtstag mit dem höchsten Spendenbetrag seit Bestehen der Initiative. Denn ein Gesamtbetrag von 189 000 Euro wartet mit etwas Glück auf die Spielplätze. Fanta hatte die Initiative 2012 gemeinsam mit dem Deutschen Kinderhilfswerk ins Leben gerufen, um Kindern mehr Raum für kreatives Spielen zu schaffen.

Daran arbeiten die Threnaer schon seit Längerem. „Wir sind ein loser Zusammenschluss von Eltern, die versuchen, etwas für den Spiel- und Sportplatz zu tun und gleichzeitig die Gemeinde etwas zu entlasten“, sagt Ulrike Müller, selbst Mutter von drei Kindern – von einer Tochter (8) und zwei Söhnen (5,3). Vor zwei Jahren hatten die Eltern über ein Märchenspiel im Schützenhaus Spenden für eine Rutsche gesammelt und die Gemeinde hatte noch etwas obendrauf gelegt – worauf Müller auch diesmal hofft. Ein Konzept mussten sie mit der Bewerbung noch nicht vorlegen, sondern zunächst erst einmal nur nachweisen, dass der Platz den Kriterien entspricht , also kein reiner Sportplatz und – anders als zum Beispiel ein Spielplatz in einem Kindergarten – öffentlich zugänglich ist. Das heißt nicht, dass die Elterninitiative noch keine Vorstellung hat, was sie mit einem Gewinn anfangen würde. Ganz im Gegenteil. Aber die Eltern wollen mit ihren Wünschen erst einmal auf dem Rasen bleiben.„Wir würden die Rutsche gern durch eine Holzrampe mit Seil ergänzen, damit die Kinder leichter wieder nach oben kommen“, sagt Müller. „Sollten wir es allerdings ein paar Plätze weiter vor schaffen, dann könnten wir auch noch die alte Tischtennisplatte aus Beton, die schon lange nicht mehr bespielbar ist, durch eine neue ersetzen.“ Aber auch die Schaukel, regelmäßig von Knirpsen bevölkert, ist schon ziemlich in die Jahre gekommen. Sie war schon mal ausrangiert worden, vom Kindergarten.

Seit dem 11. Juli kann vier Wochen lang bis 7. August online abgestimmt werden. Die Spielplätze mit den meisten Stimmen erhalten eine Förderung durch die Fanta-Spielplatz-Initiative: Platz 1 wird mit 20 000 Euro prämiert, Platz 2 mit 10 000 Euro, die Plätze 3 bis 10 mit 5000 Euro. Immerhin noch 2000 Euro gibt es auf den Rängen 11 bis 39 und 1000 Euro für die Plätze 40 bis 100. „Jede Stimme zählt also“, ruft auch Bürgermeister Thomas Hagenow zum Mitmachen auf. „Am besten jeden Tag einmal abstimmen.“ Nach der ersten Auswertung in der vergangenen Woche waren die Threnaer allerdings erst im Mittelfeld auf Platz 185 von 380 Bewerbern. „Wir müssen also unbedingt noch mehr Leute aktivieren“, sagt Müller. Vielleicht zeigen sich ja auch Belgershainer aus anderen Ortsteilen solidarisch, so wie die Threnaer vor zwei, drei Jahren. Damals hatte sich Belgershain beworben und Threna von einer gleichzeitigen Bewerbung abgesehen. „Wir mussten uns ja nicht gegenseitig die Stimmen wegnehmen“, sagt Müller.

Ihr liegt das Projekt sehr am Herzen, obwohl sie erst vor sieben Jahren nach Threna gezogen ist. „Vielleicht nimmt man mit Blick von außen nicht alles als gegeben hin“, erklärt sie ihr Engagement. Das Schöne an dem Spiel- und Sportplatz, so die Threnaerin, sei dass es hier für Kinder jeden Alters etwas gibt, neben Rutschen und Schaukeln kann Federball gespielt werden oder Fußball – die beiden mobilen Torwände sind sogar relativ neu. „Viele junge Eltern gehen eine Runde durchs Dorf und legen am Spielplatz einen Zwischenstopp ein“, erzählt sie. „Nachmittags sind hier immer Kinder da.“ Vergangenes Jahr habe es auch erstmals vor den Sommerferien ein gemeinsames Picknick auf der von vielen Threnaern gepflegten Anlage gegeben,bei dem sich 20, 30 Familien getroffen haben. „Der Sport- und Spielplatz könnte ein Treffpunkt für alle Generationen werden“, beschreibt Müller ihre Vision.

Abstimmen ist möglich unter: http://spielplatzinitiative.fanta.de und www.facebook.de/fantaspielspass sowie auf der Partnerseite des Deutschen Kinderhilfswerks www.dkhw.de/spielplatzinitiative

Von Ines Alekowa

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