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Belgershainer Schloßgeister feiern 20. Geburtstag

Erfolgsmodell in freier Trägerschaft Belgershainer Schloßgeister feiern 20. Geburtstag

Seit 20 Jahren betreibt die Volkssolidarität Leipziger Land/Muldental den Hort und die Kindertagesstätte Schloßgeister in Belgershain. Aus Sicht der Verantwortlichen ein Erfolgsmodell. Und das wurde gefeiert mit einem bunten Programm der Mädchen und Jungen, die in den Tagen zuvor das Ferienprojekt Schlosshotel besucht hatten.

Indianer unterhielten das Publikum im Belgershainer Schlosshof.

Quelle: Frank Schmidt

Belgershain. Seit 20 Jahren betreibt die Volkssolidarität Leipziger Land/Muldental den Hort und die Kindertagesstätte Schloßgeister in Belgershain. Aus Sicht der Verantwortlichen ein Erfolgsmodell. Und das wurde gefeiert mit einem bunten Programm der Mädchen und Jungen, die in den Tagen zuvor das Ferienprojekt Schlosshotel besucht hatten.

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Ein buntes Programm boten die Belgershainer Erst- bis Viertklässler zum runden Geburtstag der Kindertagesstätte und des Horts Schloßgeister. Seit 20 Jahren betreibt die Volkssolidarität Leipziger Land/Muldental die kombinierte Einrichtung.

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„Die Freie Trägerschaft hat sich bewährt“, sagte Bernd Weißbrich, der den Bürgermeister vertrat. „Zwischendurch gab es zwar einige Spannungen, aber die haben wir im Dialog behoben. Seitdem läuft alles wunderbar, wir kennen keine Probleme. Auch für die Zukunft wünsche ich mir eine gute Zusammenarbeit mit dem Freien Träger.“ Das Kompliment gab Dörte Wiemer, Fachberaterin der Volkssolidarität, zurück. „Die Kooperation mit der Kommune klappt einwandfrei“, sagte sie.

An die Anfangszeit erinnerte Uta Döring-Ewald, die bis Ende August vergangenen Jahres die Kindereinrichtung leitete. Ein Mann sei zu ihr gekommen und habe gesagt, dass ab dem 1. Januar 1996 die Volkssolidarität im Hause das Sagen habe. „Damals wusste ich noch nicht, dass ich ihn einmal heiraten werde“, gab sie schmunzelnd preis. Es handelte sich um Wolfgang Ewald, der seinerzeit den Bereich Kindertagesstätten in der Volkssolidarität unter sich hatte.

„Als erstes bekamen wir einen Geschirrspüler. Da wusste ich, so schlecht kann der Freie Träger nicht sein“, erklärte Döring-Ewald. Angesichts der 260 Kinder, die damals betreut wurden, eine enorme Erleichterung. Die bitterste Zeit kam für die Einrichtungsleiterin, als sie mit ihren Schloßgeistern, auf deren „ß“ im Eigennamen sie stets großen Wert legte, das geliebte Schloss verlassen musste, weil dort die Grundschule einzog. Mit der zumindest teilweisen Rückkehr vor fast zwei Jahren ging ihr das Herz auf.

Auch als sich die Kita im benachbarten Gebäude befand, wurde die Tradition des Schlosshotels fortgeführt. Sie begann laut Döring-Ewald schon vor der Übernahme durch den Freien Träger. Für die Kinder war im Freien eine Zeltstadt aufgebaut worden, als ein Wolkenbruch niederging und alles unter Wasser setzte. „So sind wir mit 30 Mädchen und Jungen ins Schloss umgezogen und haben dort übernachtet“, erinnerte sie. Manche Kinder von damals schickten jetzt ihre Kinder ins Schlosshotel, das der Hort alle zwei Jahre veranstaltet. Sie übernachteten eine Woche lang in den altehrwürdigen Mauern, unternahmen tagsüber Ausflüge in die Sternwarte und den Tierpark Eilenburg, zum Freizeitpark Plohn sowie ins Karl-May-Museum und Wellenbad von Radebeul. „Abends studierten sie das Programm ein, das sie nun zum Fest zeigen“, erklärte der neue Leiter, Martin Kretzschmar. Eine bunte Aufführung mit dem Froschkönig als Überraschungsgast, anderen Märchenfiguren und Indianern, die das Publikum bestens unterhielten.

„Die Kindereinrichtung bringt sich bei Festen ein, sie ist gut verwurzelt im Dorf“, lobte Karin Gärtner, Fachbereichskoordinatorin der Volkssolidarität. „Die Erzieher machen mehr als ihren Dienst. Sie sehen ihren Beruf als Berufung, sind mit ganzem Herzen dabei.“ Die Gemeinde hat alle Einrichtungen an Freie Träger abgegeben. Die Volkssoldarität betreibt in Belgershain außerdem noch die Kita Schwalbennest und in Köhra die Kita Märchenland, für die Kita Vier Jahreszeiten in Threna ist die Diakonie zuständig. „Dank des Bevölkerungszuwachses werden überall die Plätze knapp“, sagte Vize-Bürgermeister Weißbrich. Zurzeit seien aber keine Erweiterungen geplant.

Von Frank Pfeifer

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