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Grimma Belgershainer Schüler auf Punktejagd in europäischen Metropolen
Region Grimma Belgershainer Schüler auf Punktejagd in europäischen Metropolen
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13:54 19.05.2015
Von Berlin über London nach Dreiskau-Muckern: Die Belgershainer 2a sammelte in den vergangenen Wochen auf vielfältige Art und Weise Bewegungspunkte. Quelle: Roger Dietze

"Es war von der Einschulung an eine sehr aufgeweckte Truppe", urteilt Klassenlehrerin Kathrin Hartmann über ihre 19 Kinder zählende Klasse. Da lag es nahe, diese für ein Projekt anzumelden, das die Bewegung schon im Namen trägt.

"Muuvit", abgeleitet vom englischen Wort für Bewegung, "move", kommt aus Finnland, wo es seit knapp eineinhalb Jahrzehnten fester Bestandteil des Schulprogramms ist. Es soll den Nachwuchs motivieren, mehr Spaß am Lernen zu entwickeln und sich eben auch mehr zu bewegen.

Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation aus dem vergangenen Jahr bewegt sich bei den Elf- bis 15-Jährigen nur jeder fünfte Junge ausreichend, lediglich 14 Prozent sind es bei den Mädchen. "Wir haben zwar einige Kinder in der Klasse, die Fußball in Vereinen spielen, und sogar ein Mädchen, das leistungsmäßig Eiskunstlauf betreibt. Aber grundsätzlich ist der Aktionsradius unserer Kinder im Zeitalter von Computern und den entsprechenden Spielen kleiner als in früheren Zeiten", bestätigt die Pädagogin.

Der ihrer 2a allerdings hat sich in den vergangenen Wochen gewaltig erweitert, haben sich doch Hartmanns Schützlinge auf eine virtuelle Reise durch ein rundes Dutzend europäischer Großstädte begeben, auf der sie jede Menge Wissenswertes über jene erfuhren. Von Berlin ausgehend, haben sie unter anderem die dänische Metropole Kopenhagen angesteuert, machten Station im schwedischen Stockholm, setzten ins schottische Edinburgh und nach London über, um schließlich erneut den Ärmelkanal zu queren und Paris, Bordeaux, Madrid, Lissabon und Sevilla einen Besuch abzustatten. Kräftig gesammelt haben sie dabei Punkte, und zwar einen für zehn Minuten Bewegung.

Doch die Zweitklässler gingen nicht nur virtuell auf Reise, sondern auch ganz real. Für ihre diesjährige Klassenfahrt nach Dreiskau-Muckern hatten sie nicht etwa Bus oder Auto genutzt, sondern sich ihrer Füße bedient. Auch während der knapp drei unterrichtsfreien Tage gab es keinen Stillstand. Unter anderem tauchten sie in die Steinzeit ein, wobei sie Hütten bauen und Mammuts jagen mussten. Sie bastelten Instrumente aus Papua-Neuguinea und hielten sogar bei Discos an den beiden Abenden dem Motto "Muuvit" die Treue.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.06.2014
Dietze, Roger

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