Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Grimma Benefiz-Kunstauktion stärkt Klingaer Vorhaben zur Orgelrestaurierung
Region Grimma Benefiz-Kunstauktion stärkt Klingaer Vorhaben zur Orgelrestaurierung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:25 24.06.2016
Über 50 Kunstliebhaber begleiteten die Benefiz-Kunstauktion mit Michael Ulbricht (r.).
Anzeige
Parthenstein/Klinga

„Wer bietet mehr? – Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten!“ – Der hallende Hammerschlag von Auktionator Michael Ulbricht ließ dieser Tage in Klinga zahlreiche Kunstwerke ihren Besitzer wechseln.

„Es gibt mehrere Gründe, Kunst zu kaufen“, überzeugte Ulbricht sein überregionales Publikum. „Sich, seiner Frau oder Geliebten eine Freude zu bereiten, Kunst als Sachwert-Investition zu verstehen und natürlich das Benefiz zugunsten des Klingaer Orgel-Fördervereins.“ Der studierte Pädagoge und leidenschaftliche Kunstsammler hat mit dem Leipziger Buch- und Kunstantiquariat seit 25 Jahren sein Hobby zum Beruf gemacht.

53 Werke brachte der Macherner in die Klingaer Kirche mit, zumeist Druckgrafiken, aber auch Gemälde und Zeichnungen. So verliehen bekannte und unbekanntere Künstler wie Joseph Beuys, Marc Chagall, Hans-Peter Hund, Max Klinger, Wolfgang Mattheuer, Joan Miro, Pablo Picasso, Max Schwimmer, Werner Tübke und Andy Warhol der Kulturmetropole Klinga eine besondere, kunst- und weltstädtische Aura.

„Mit dieser Gemeinschaftsaktion betreten wir Neuland“, berichtete Fördervereins-Vorstand Andreas Michel. „Die Kunstauktion ist eine Erweiterung unserer Aktivitäten, die auch außerhalb des musikalischen Spektrums Kunstbegeisterte anziehen soll.“

Und die Aktiven des Fördervereins wurden genauso wenig enttäuscht wie der Auktionator selbst. Für mehr als die Hälfte der angebotenen Werke fanden sich Bieter, bei nicht wenigen, wie Matthäus Richters Farblithografie „Der Baum“, kam es zu einem regelrechten Wettstreit. Michael Ulbricht verstand es, eine trockene Auktion in lockeres „Auktiotainment“ zu verwandeln. Da gab es schon mal einen Kindernachlass auf Gebote, wurde eine Arbeit glatt verschenkt oder auf „holländisch“ abwärts geboten.

„Die Naunhofer Banken haben extra ihre Öffnungszeiten verändert“, scherzte der Auktionator und versuchte, bei seinem Publikum die psychologische Kluft zwischen der Jagdlust auf Kunst und deren Finanzierungsschmerz zu verkleinern. Höchstgebote gab es mit über 900 Euro für drei Holzschnitte des Wurzener Künstlers Hans-Peter Hund, mit über 700 Euro für eine Radierung des Leipzigers Max Schwimmer und mit gut 700 Euro für eine historische Karte der Region aus dem Jahr 1753.

Zufriedenheit herrschte am Ende auf allen Seiten: Bei den Bietern, die für sich den Zuschlag erhielten, beim Auktionator und natürlich auch beim Klingaer Orgelförderverein, der aus dem Auktionserlös zirka 800 Euro für sein anspruchsvolles Vorhaben, der Restaurierung der Orgel, erhalten wird.

Von Ralf Saupe

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nach schleppendem Beginn hoffen die von der Oewa betriebenen Freibäder auf Steigerungen. In Geithain haben in dieser Woche gleich drei Schul-Badfeste stattgefunden. In Kleinbothen steigt am Sonntag ein öffentliches Badfest – bei normalem Eintrittspreis.

23.06.2016

Die Chancen für den Bau einer durchgängigen Radverbunding zwischen Borna und Grimma sind wieder gestiegen. Der Grund: Es könnte gelungen sein, eine Barriere aus dem weg zu schaffen.

23.06.2016

Der Bornaer Superintendent Matthias Weismann hat die Ablehnung eines Krematoriums auf einem Gewerbegebiet in Espenhain durch den Röthaer Stadtrat gelobt. „Davor habe ich höchsten Respekt.“

23.06.2016
Anzeige