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Grimma Bennewitz bleibt ruhig
Region Grimma Bennewitz bleibt ruhig
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05:00 10.03.2010
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Das Blut der Bennewitzer hingegen gerät angesichts der Partnersuche der Gemeinde weniger in Wallung. Gänzlich unberührt aber lässt die Trebsener Zerreißprobe indes nicht. Fast gleichzeitig gründeten sich Ende 2009 in Bennewitz und Trebsen Arbeitsgruppen, die sich mit dem Thema Gemeindefusion befassen. Ziel der Akteure ist es hier wie dort, alle in Frage kommenden Fusionspartner auf den Prüfstand zu stellen. Einen Unterschied jedoch gibt es: Während in Trebsen die Emotionen brodeln und Kritik an der Arbeitsweise der Gruppe laut wird (die LVZ berichtete), verläuft das Ganze in Bennewitz eher ruhig. „Das wird auch so bleiben“, versichert Siegfried Pohl, einer der Vize-Chefs der Arbeitsgruppe und CDU-Gemeinderat. Zum Hick-Hack in Trebsen meint der Schmölener: „Jede Kommune demontiert sich, so gut sie kann“ und bedauert gleichzeitig die Stimmung, mit der momentan in in Trebsen nach zukunftsfähigen Gemeindegebilden gesucht wird. Es sei keine sachliche Atmosphäre, die dabei entsteht. Doch genau diese müsse bei so weit greifenden Überlegungen herrschen. Ähnlich wie Peter Emmrich, Vorsitzender der Trebsener Arbeitsgruppe, betont Siegfried Pohl: „Wir prüfen mögliche Zusammenschlüsse mit allen Nachbarn. Das tun die Trebsener auch. Und wenn unsere Analysen abgeschlossen sind, werden die Bürger darüber informiert. Es ist wichtig, dass die Einwohner mitgenommen werden.“ Einen Zeitplan für einen Gemeindezusammenschluss gebe es nicht, unterstreicht der Gemeinderat. Die Gremien seien lediglich beauftragt, Perspektiven aufzuzeigen. Ob es in Trebsen bei der Bürgerbeteiligung Defizite gegeben habe, wagt Siegfried Pohl nicht zu beurteilen. Im Grunde gebe es in beide Arbeitsgruppen einen ähnlichen Ablauf. Der massive Widerstand gegen Bennewitz käme bislang zudem aus Trebsener Ortsteilen. „Auch hier sollte Sachlichkeit einziehen. Die Durchführungsbestimmungen bei Fusionen lassen zu, dass Kommunen sich insgesamt verbinden oder aber Ortsteile anderen Gemeinden zugeschlagen werden“, sagt er. Dieses Problem müsse Trebsen lösen. Bennewitz werde sich nicht einmischen und weiterhin sachlich die Verbindungen mit allen Nachbarkommunen prüfen. Trebsen gehöre dazu. Die einst trennende Kreisgrenze Wurzen/Grimma zwischen beiden Gemeinden hat für Siegfried Pohl keine Relevanz. Für ihn existiert die Verbindung allein schon durch die B 107. letztlich aber käme es darauf an, dass die neue Kommune das Konstrukt ordentlich verwalten kann. „Zahlen müssen verglichen werden, auch von den Bürgern. Es geht um Steuerhebesätze, Straßenausbau- und Elternbeiträge und natürlich das wirtschaftliche Potenzial der Partner“, sagt er. Wenn dann noch die Einwohnerzahlen ausreichen, könne ein Gebilde Zukunft haben, ergänzt der Gemeinderat und hängt zum Thema Einwohnerzahlen an: „Nach Überlegungen des regionalen Planungsverbandes könnte aus dem Duo auch ein Trio werden.“ Unterdessen hat die Trebsener Arbeitsgruppe alle Zahlen zusammen. Peter Emmrich, Trebsener Stadtrat: „Diese lassen nun eine Analyse und die Vorbereitung von Einwohnerversammlungen in allen Ortsteilen zu.“  

Conny Hanspach

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