Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Grimma Benutzerordnung passiert Naunhofer Ortschaftsräte
Region Grimma Benutzerordnung passiert Naunhofer Ortschaftsräte
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:18 19.05.2015

Anregungen, die dort gegeben wurden, sollen eventuell einfließen in das Papier, in dem die Gebühren für die Inanspruchnahme öffentlicher Einrichtungen und Sportstätten geregelt werden.

Längere Diskussionen gab es vor allem in Fuchshain, wo sich der Ortschaftsrat vorgestern Abend mit dem Entwurf befasste. Knackpunkt dort das Bürgerhaus. Nehmen es ortsansässige Vereine in Beschlag, sollen sie künftig einen Tagessatz von 150 Euro bezahlen. Für die kommerzielle Nutzung sind sogar 200 Euro pro Tag veranschlagt.

"Wenn das so kommt, dann stirbt das kulturelle Leben im Dorf", prophezeite Michael Pöhland von der Freien Wählervereinigung Fuchshain (FWVF). "Dann werden wir weniger als die Hälfte der Veranstaltungen haben." Wer den Saal buche, erhalte lediglich den Raum überlassen und müsse sich um alles andere selbst kümmern, also zum Beispiel die Dekoration und Verpflegung. Dafür seien 400 Euro pro Wochenende zu viel.

Pöhland ist zugleich Vorsitzender des Sportvereins (SV) Fuchshain. Auch dieser sei überfordert, wenn er die steigenden Kosten tragen müsse. Feste, die er organisiert und für die mit Vor- und Nachbereitung locker zwei Tage ins Land ziehen, für die aber keine Eintrittspreise verlangt würden, ließen sich dann nicht mehr stemmen. "Ich könnte die Ausgaben niemandem auferlegen", erklärte Pöhland.

Bürgermeister Volker Zocher (parteilos) räumte ein, dass dies schwierig werden könnte. Er versprach, die Tagessätze nochmals nachrechnen zu lassen, betonte jedoch auch: "Wir wollen solche Säle aber nicht als Billigkonkurrenz zur ortsansässigen Gastronomie sehen."

Im großen und Ganzen erklärte sich Pöhland mit der Benutzerordnung einverstanden, wenn noch einmal über Preise geredet werde. Ortsvorsteherin Erika Proschwitz (FWVF) erinnerte: "Ich habe zu den Haushaltsberatungen im Stadtrat in den vergangenen Jahren mehrfach gesagt, dass Vereine auf Teile der Zuwendungen verzichten sollten. Doch da gingen die Köpfe immer nach unten." Es könne nur das verbraucht werden, was erwirtschaftet wurde.

Im Vorfeld hatten, so Hauptamtsleiterin Simone Leutbecher, schon die Ortschaftsräte von Erdmannshain/Eicha/Albrechtshain und Ammelshain den Entwurf der Neuordnung jeweils einstimmig abgesegnet. Ähnlich wie in Fuchshain, wo der SV den Sportplatz per Erbbaupachtvertrag betreibt, sollte nach Ansicht der Stadtverwaltung auch mit den dortigen Plätzen verfahren werden, und zwar über Nutzungsverträge. Leutbecher: "Die Albrechtshainer Füchse könnten jenen übernehmen, den sie jetzt schon pflegen." In Ammelshain habe der Ortschaftsrat darum gebeten, Tagessätze in die Gebührenordnung aufzunehmen, weil diese billiger als Stundensätze seien, was sich beispielsweise auf die Kosten für die Oldtimertreffen vorteilhaft auswirke. Der Sportplatz im Ortsteil solle dem Verein Dorfleben zur Übernahme angeboten werden.

Auf die erst jüngst wieder von den Handballern des BSC Victoria Naunhof geäußerte Kritik, nicht mit den Vereinen über die künftigen Entgelte gesprochen zu haben, entgegnete Zocher in Fuchshain: "Ich brauchte erst einmal eine Grundlage. Jetzt ist die Zeit der Vorschläge, weshalb wir das Papier zur ersten Lesung in den Stadtrat gebracht haben und weshalb wir durch die Ortsteile ziehen. Demnächst werden alle Vereine eingeladen, um mit ihnen zu sprechen." Danach könne das Papier zur zweiten Lesung dem Stadtrat vorgelegt werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.04.2014
Pfeifer, Frank

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In diesem Monat vor 22 Jahren, um genau zu sein am 24. April 1992, hat sich der Förderverein für Handwerk und Denkmalpflege mit Sitz in Trebsen ins Vereinsregister einschreiben lassen.

19.05.2015

Als gelernte Krankenschwester hat sich Birgit Rauschenbach der Hobbymalerei verschrieben und unter den Fittichen des bekannten Malers und Grafikers Günter Ketelhut aus Bahren diese Kunst erlernt.

19.05.2015

Die Heimatvereine in Commichau und Lastau leisteten am Wochenende Arbeitsstunden in Eigeninitiative. Sie brachten mit einem Frühjahrsputz ihre Domizile und das jeweilige Dorfinnere zum Glänzen.

19.05.2015
Anzeige