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Beucha: Wilde Jagd rund ums Wasser

Beucha: Wilde Jagd rund ums Wasser

Diese Sportveranstaltung ist längst der berühmte „Selbstläufer": Beim 14. Beuchaer Triathlon Day traten am Sonnabend 118 Mannschaften bei der Family-Variante und 160 Teams beim „Profi-Lauf" an.

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Furioser Start: Die Teilnehmer stürzen sich in den Beuchaer Autobahnsee.

Quelle: Bert Endruszeit

Beucha. „Just for fun": Unter diesem Motto gingen am Sonnabend viele große und kleine Sportfreunde ins Rennen. Die Nischwitzer Isabel, Michael und Hendrik Tomala hatten sich dieses Motto gleich als Mannschaftsbezeichnung gesichert.

„Ich hatte vom Team-Triathlon in der Zeitung gelesen und mir gedacht, da mal an den Start zu gehen", sagte Isabel Tomala. Natürlich ganz in Familie: Ihr Mann stieg aufs Fahrrad, der Sohnemann stürzte sich ins Wasser, sie selbst schnürte die Laufschuhe. Ihr achtjähriger Filius Hendrik zeigte sich vom doch schon recht kühlen Wasser im Beucha-Albrechtshainer See völlig unbeeindruckt. „Mich haben nur die Algen etwas gestört", verriet er. Längere Strecken sind für ihn kein Problem. „Im Schwimmunterricht habe ich schon 16 Bahnen am Stück durchgezogen." Am Ende kamen die Drei auf Platz 39.

Überzeugungsarbeit am Kaffeetisch musste Bert Bräunig leisten. Der in Beucha wohnende Zahnarzt überredete seine Praxis-Mitstreiter zum Mitmachen und Anfeuern an der Strecke. „Ich mach das nicht freiwillig hier" hieß folgerichtig sein Dreierteam. Eigens für diese Sportveranstaltung wurden passende Hemden mit dem entsprechenden Aufdruck beschafft. „Ich bin hier schon Stammgast", sagte Bräunig, der sich als Schwimmer betätigte, während sein Zahnarztkollege Christian Spitzner auf den Drahtesel stieg und die Auszubildende Sabine Achtnig den Lauf absolvierte. Platz 28 lautete schließlich das Ergebnis.

Seine Familie konnte der Grimmaer Thomas Lauterbach für den Triathlon begeistern. Während er sich aufs Rad schwang, lief Tochter Amy (14) und Tochter Jette (12) betätigte sich als Schwimmerin. „Wir haben uns im Ostsee-Urlaub vorbereitet. Da hat sich gezeigt, dass Jette die bessere Schwimmerin ist", sagte Thomas, der den entspannten Charakter der Veranstaltung lobte. „Ich mache auch bei kommerziellen Triathlons mit, da wird schon mal richtig gedrängelt und geschubst." Manche Teilnehmer würden beim Startschuss einen Schalter umlegen und ganz stur nur noch an ihren Sieg denken. „Da gibt‘s dann schon mal einen Ellenbogen in die Rippe. In Beucha ist alles viel entspannter." Das Startgeld von nur 15 Euro fürs Team mache eine Teilnahme zusätzlich attraktiv. „Denn dafür gibt‘s ja auch drei T-Shirts." Eigentlich ohne größere Vorbereitung machte die 15-jährige Vivian Schubert mit. „Ich fahre jeden Tag rund vier Kilometer mit dem Rad in die Schule, sogar mit einer kleinen Bergetappe. Das reicht als Training", fand sie. „Hetz mich nicht" stand auf ihrem T-Shirt. „Das passt heute ganz gut, denn im Alltag geht es bei mir oft recht hektisch zu." Am Ende kam ihr Team auf Platz zwölf.

Bert Endruszeit

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