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Grimma Biohof Höfgen: 70 Zicklein vergrößern die Herde
Region Grimma Biohof Höfgen: 70 Zicklein vergrößern die Herde
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17:40 19.05.2015
Erfolgreiche Nachzucht: Anke Täubert wird von Zicklein umringt, die in diesem Winter geboren worden sind. Quelle: Andreas Röse

Erstmals hätten in diesem Jahr alle Ziegen auf dem Hof überwintert. Normalerweise würden sich die Jungziegen und die beiden Böcke, die im Spätsommer die Herde gedeckt hatten, bei milden Temperaturen im Winter auf der Weide tummeln. "Wegen des Wolfs sind wir das Risiko aber nicht eingegangen", so Hannes. In Döbeln hätten Landwirte bereits Wölfe gesichtet.

Weil sich der Winter weiter hinzieht, scharren die Tiere bereits mit den Hufen. Die wenige Wochen alten Ziegenlämmer drängen sich an die Euter ihrer Mütter. Schreie wie von Babys schallen über den Hof. Die Böcke stemmen sich mit ihren Hörnern gegen das Gatter. Wenn Anke Täubert den Stall betritt, dann wird sie von zahlreichen Zicklein umzingelt. "Das ist eine besonders Hübsche", sagt die Landwirtin und nimmt ein dunkles Tier mit hellen Streifen auf dem Kopf in die Arme. Die Kinder der Familie würden das Zicklein mit Streicheleinheiten verwöhnen, deshalb sei es so zahm.

Doch die winterliche Idylle ist bald vorbei. "Eine Woche vor Ostern werden die Zicklein abgesetzt", sagt Täubert. Dann wird wieder Milch für die Käseproduktion gemolken. Rund 10000 Liter verarbeitet sie in der Saison zu rund 1000 Kilogramm Weich- und Hartkäse. Die Produktionsmenge reicht etwa bis Mitte Januar. "Wir könnten mehr verkaufen", so Täubert. "Seit zwei Jahren steigt die Nachfrage nach regionalen Produkten", stellt die Erzeugerin fest. Aber an eine Intensivierung denke sie nicht. Der Käse bleibe ein Nischenprodukt, der ausschließlich in Direktvermarktung zum Kunden gelangt. Neben dem Hofladen bieten noch zwei Grimmaer und fünf Leipziger Bioläden den Ziegenkäse aus Höfgen an.

Wie bereits in vorangegangen Jahren werden nur zehn bis zwölf Milchziegen aus der Nachzucht des Thüringer Waldziegenbocks auf dem Hof bleiben und zur Milchproduktion beziehungsweise zur Nachwuchsgewinnung eingesetzt. Die weiblichen Kreuzungslämmer des weißen Burenbocks werden künftig die Herde von MDR-Schäferin Kerstin Doppelstein verstärken und rund ums Leipziger Elsterflutbecken grasen. Die männliche Nachzucht wird an einen Schlachtbetrieb verkauft. Das Fleisch findet unter anderem in der Gastronomie Absatz.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.03.2013

Schöppenthau, Birgit

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