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Grimma Böhlen feiert Fischerfest erstmals zusammen mit Herbstcafé
Region Grimma Böhlen feiert Fischerfest erstmals zusammen mit Herbstcafé
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18:00 22.10.2017
Frischer Fang: Thomas Noack (r.) vom Ortschaftsrat präsentiert Festbesucher Norbert Beyerlein einen kräftigen Karpfen. Quelle: Roger Dietze
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Grimma/Böhlen

In Böhlen ist die Welt noch in Ordnung. Zumindest die in den Küchen. Denn in vielen Haushalten des Grimmaer Ortsteils werden mindestens aller zwei Jahre im Zusammenhang mit dem traditionellen Fischerfest Karpfen blau oder in abgewandelten Zubereitungsarten auf den Tisch gebracht. Auf jeden Fall Frischfisch aus der Region anstatt Filet unbekannter Herkunft aus der Assiette mit mehr oder weniger gesundheitsfördernder Panade.

60 Kilogramm Wermsdorfer Lebend-Karpfen hatte der Ortschaftsrat für das am vergangenen Sonnabend am Böhlener Rittergut gefeierte Fischerfest besorgt und gab sich in Person von Ortschaftsrat-Mitglied Thomas Noack zuversichtlich, nicht auf dem Schuppengetier sitzen zu bleiben. „Karpfen läuft bei uns gut, im Ort wissen viele insbesondere der älteren Einwohner, wie man den Fisch zubereitet. 60 Kilogramm ist in jedem Fall eine Größenordnung, die wir abgenommen bekommen.“

Gut liefen die Geschäfte am Sonnabend auch im zum zweiten Mal im Rahmen des Fischerfestes angebotenen und erstmals vom örtlichen Heimatverein betreuten Herbstcafé. „Wir haben uns in diesem Jahr dazu entschlossen, unser in den vergangenen Jahren immer zeitnah nach dem Fischerfest veranstaltetes Herbstfest in das Fischerfest zu integrieren, weil sich gezeigt hat, das das Feierpotenzial in Böhlen so groß nicht ist“, erklärt Heimatvereins-Schriftführerin Verena Ziegner, deren Verein erneut den Kürbiskönig krönte.

Die Krone in diesem Jahr konnte sich der sechsjährige Jamy Sell aufs Haupt setzen. Dessen Kürbis brachte zum Erstaunen aller unglaubliche 72 Kilogramm auf die Waage. Wie der glückliche Züchter berichtete, sei das Gemüse auf dem Komposthaufen im Seidewitzer Garten seines Onkels gewachsen und habe dort ganz offensichtlich beste Bedingungen vorgefunden.

Optimal sind die Bedingungen ganz offensichtlich auch in Böhlen, um ein Volksfest der Art des Fischerfestes auf die Beine zu stellen. „Man muss keinen Verein lange bitten, alle ziehen bei der Organisation und Durchführung mit“, berichtet die Ortvorsteherin Jana Wnuck, der mit den Dürrweitzschener Schützen ein weiterer Verein zur Seite stand. An dessen Luftgewehr-Schießstand konnten sich Alt und Jung ausprobieren, wobei es für die Schützen ratsam war, dem Lebensmittel Fisch gegenüber nicht abgeneigt zu sein. Denn als Hauptpreis wartete auf den besten Schützen respektive die beste Schützin mit einem Karpfen ein Preis, der ganz zum Namen der Veranstaltung passte.

Von Roger Dietze

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