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Bombendrohung legt Wurzener Stadthaus lahm

Bombendrohung legt Wurzener Stadthaus lahm

Eine Bombendrohung sorgte für erhebliche Aufregung und massiven Polizeieinsatz in Wurzen: In einem Schreiben, das am Mittwoch in der Zweigstelle des Kommunalen Jobcenters in Wurzen auftauchte, wurde für den gestrigen Nachmittag die Explosion von zwei Rohrbomben angekündigt.

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Geschlossen: Wegen einer Bombendrohung sperrte die Polizei Wurzener Stadthaus.

Quelle: Frank Schmidt

Wurzen. Gegen 16 Uhr gab die Polizei Entwarnung, die Drohung war nicht wahr gemacht worden.

Unmittelbar nach dem Auftauchen des Schreibens war am Mittwoch ein Polizeieinsatz eingeleitet worden (LVZ berichtete). Weil sich die Außenstelle des Kommunalen Jobcenters des Landkreises im Wurzener Stadthaus befindet, betrafen die Maßnahmen die gesamte Stadtverwaltung. Noch am Mittwoch, so erläuterte der Grimmaer Revierchef und Einsatzleiter Frank Gurke gestern, seien sämtliche Räume intensiv durchsucht worden. Nachdem die Mitarbeiter das Gebäude verlassen hatten, hätten etwa 20 Beamte, unterstützt von einer Spezialgruppe mit vier Sprengstoffspürhunden, jeden Winkel unter die Lupe genommen. "Obwohl wir das Objekt in der Nacht bewacht haben, wurden die Fenster und Türen versiegelt", so Gurke. Es sollte jede Möglichkeit ausgeschlossen werden, etwas im Stadthaus zu deponieren.

Am gestrigen Vormittag wurde noch einmal Publikumsverkehr zugelassen. Allerdings nahmen die erneut etwa 20 Polizisten Leibesvisitationen vor. "Wir wollten keine Flanke offen lassen", erklärte der Polizeioberrat. Die Betroffenen akzeptierten die Arbeit der Einsatzkräfte, weil sie gespürt hätten, dass "die Polizei für die Sicherheit arbeitet".

Obwohl sich Gurke sicher war, dass keine Rohrbombe ins Gebäude geschleust werden konnte, wurde das Stadthaus gestern Mittag geräumt und noch einmal kontrolliert, um jegliche Gefahr auszuschließen. Außerdem waren auch im Stadtgebiet Beamte unterwegs, um eventuelle verdächtige Bewegungen sofort registrieren zu können.

Bürgermeister Gerald Lehne, mit dem der Polizeieinsatzleiter die Maßnahmen vor Ort koordinierte, zeigte volles Verständnis für die Maßnahmen. Natürlich hoffe man immer, dass nichts passiere, aber es sei notwendig, möglichst jede Gefahr auszuschließen. "Unsere Mitarbeiter haben sehr besonnen reagiert", so Lehne. Dass der Besucherverkehr eingeschränkt werden musste, dafür hoffe er auf das Verständnis der Bürger.

Ein junger Mann wunderte sich, dass er gestern am Nachmittag noch bis vor die Tür des Stadthauses kam und erst dort von der Schließung erfuhr. Eine ältere Dame hingegen war auf den anonymen Drohenden sauer: "Wahrscheinlich steht der jetzt irgendwo hinter einem Baum und amüsiert sich auch über das, was er angerichtet hat.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.04.2013

Heinrich Lillie

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