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Grimma Brand in Grimmaer Wohnhaus – Polizei geht von Brandstiftung aus
Region Grimma Brand in Grimmaer Wohnhaus – Polizei geht von Brandstiftung aus
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17:49 12.11.2015
Ein Feuer im Keller eines sechsgeschossigen Gebäudes in Grimma-Süd hat am Mittwochabend einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Quelle: Frank Schmidt
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Grimma

Eine unruhige, wenn nicht gar schlaflose Nacht haben die Bewohner der Gabelsbergerstraße 5 in Grimma Süd hinter sich. Wegen eines Kellerbrandes, der am Mittwochabend gegen 21 Uhr im Haus der Arbeiterwohlfahrt ausbrach, mussten alle Wohnungen in dem betroffenen Sechsgeschosser geräumt werden. Die Evakuierung sei nötig gewesen, da die Feuerwehr wegen schlechter Sichtverhältnisse Schwierigkeiten hatte, sofort zum Brandherd vorzudringen, erklärte Einsatzleiter Michael Grimm. Durch das Treppenhaus drang dichter Rauch. Glück im Unglück: Durch den Brand wurden keine Personen verletzt.

Ein Feuer im Keller eines sechsgeschossigen Gebäudes in Grimma-Süd hat am Mittwochabend einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Über 50 Bewohner mussten das Haus verlassen.

"Im Laufe des Tages nahmen Brandursachenermittler und Kriminalisten die Ermittlungen auf. Obwohl das endgültige Ergebnis noch aussteht, deuten erste Erkenntnisse auf Brandstiftung hin", teilt Polizeisprecherin Maria Braunsdorf mit. Die Kriminalpolizei ermittelt. Der Schaden liegt nach ersten Schätzungen im fünfstelligen Bereich.

Rund 60, teils behinderte Bewohner, wurden vor dem Feuer am Mittwochabend in Sicherheit gebracht und bezogen ihr Ausweichquartier in einer nahegelegenen Turnhalle. Das Deutsche Rote Kreuz schaffte Feldbetten heran. Sofern notwendig, wurden einige – zumeist ältere Mieter – medizinisch betreut. Erst gegen Mitternacht kehrte etwas Normalität in die Gabelsberger Straße ein. Neben Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst wurde auch der Katastrophenschutz des Landkreises mobilisiert. Dieser hatte vor dem Gebäude ein Zelt zur Erstversorgung für mögliche Verletzte aufgebaut.

Insgesamt waren etwa 75 Einsatzkräfte auf den Beinen. Grimmas Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) half bei der Koordinierung des seit der Juniflut 2013 größten Rettungseinsatzes in der Muldestadt. Was die Brandstiftung angeht, betonte Berger, dass in dem Haus keine Asylbewerber wohnen und nicht von einem fremdenfeindlichen Hintergrund auszugehen sei. Bewohner machten darauf aufmerksam, dass es öfter im Keller des Hauses brannte. Das bestätigt Grimmas Ortswehrleiter Thomas Knoblich.

Erleichterung herrschte nach einem Krisengespräch am Donnerstag. Demnach konnten nahezu alle Mieter ab 14 Uhr in ihre Wohnungen zurückkehren.

Von Frank Schmidt

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