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Brückenbau - Wagelwitz ist für Stunden verstopft

Mutzschener Wasser Brückenbau - Wagelwitz ist für Stunden verstopft

Mit drei Schwerlasttransportern reiste eine neue Brücke aus Dessau nach Wagelwitz. Sie soll bis Weihnachten fertig sein. Es ist eine Maßnahme nach dem Hochwasser 2013.

Mit einem Lastkran werden die Brückenteile auf die Baugrundsohle gesetzt.

Quelle: Thomas Kube

Grimma/Wagelwitz. Eine neue Brücke über das Mutzschener Wasser in Wagelwitz reiste am Donnerstag aus Dessau an. Es goss in Strömen. Auf drei Schwertransportern verteilt, warteten gegen 6 Uhr die Brückensegmente, dass sie mit Hilfe eines Lastkranes auf die trocken gelegte Baugrundsohle schwenken konnten. Als ein Lastkran aus Leipzig ankam, war der Ort Wagelwitz verstopft. Allerdings dauerte es nicht lange, bis sich alle Fahrzeuge sortiert hatten.

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In dieser Woche reiste die Wagelwitzer Brücke mit einem Schwerlasttransport von Dessau an. Ein Kran sorgte dafür, dass sie exakt auf der Baugrundsohle landete. Anschließend wurden die Brückenteile verbunden. Das Bauvorhaben führt die Firma Wilhelm & Co Straßen- und Wegebau GmbH aus Mutzschen durch. Es kostet 375 000 Euro.

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Dafür sorgte Enrico Horn von der Coswiger Firma TAS-Logistik. Er hatte den Schwerlasttransport von Dessau nach Wagelwitz dirigiert. „Wir sind seit zwei Uhr in der Nacht unterwegs“, erzählt er, der seit drei Jahren Schwerlasttransporte begleitet. Bis gegen 10.30 Uhr sollte es dauern, bis seine Truppe nach Görlitz weiter fahren konnte, um von Siemens Fracht aufzuladen, die vom Zollhafen Aken verschifft werden sollte. Er verfolgte mit Spannung den Brückenbau, denn bei der Firma Kleihues aus Dessau, wo sie die Brückenteile abgeholt hatten, wurde nicht nur ein Kran, sondern zwei Krane zum Verladen auf die Laster benötigt. Holger Wilhelm von der zuständigen Baufirma, Wilhelm & Co Straßen- und Wegebau GmbH in Mutzschen war jedoch sicher, dass die Montage der Brückenelemente mit nur einem Lastenkran von der Leipziger Firma Baumann klappen würde.

Der Kranfahrer Detlef Naumann brauchte fast zwei Stunden bevor er mit der Standsicherheit seines Kranes zu frieden war und die Gegengewichtsteile, die separat auf zwei LKWs anreisten, montiert waren. Denn immerhin musste sein Gefährt, zwei Segmente mit 38 Tonnen und eins mit 31,5 Tonnen durch die Luft auf die Stahlbetonplatte setzen. Dazu befestigten der Vorarbeiter Jürgen Wendler (56) und Andreas Polter von der Baufirma die Brückenteile an vier Ketten des Kranes. Dann leistete der Kranfahrer Präzisionsarbeit, langsam senkte er das erste Brückenteil auf die Bodenplatte. Zuvor hatten Jürgen Wendler, Andreas Polter und der Lehrling Martin Fischer ein Bett aus Magerbeton bereitet. Sie dirigierten auch das Brückenteil auf den dafür vorgesehenen Platz. Aufmerksam betrachtete der Wagelwitzer Volkmar Ott (59) mit seiner siebenjährigen Enkelin Emma die Brückenarbeiten. „Wir sind froh, dass die Brücke gebaut wird. Das Hochwasser 2013 sorgte dafür, dass die Widerlager sowie die Anschlüsse zur Gastewitzer Straße und Serkaer Straße beschädigt wurden“, erzählt er.

Rund 375 000 Euro kostet die gesamte Sanierung einschließlich der Straßen. Der Durchfluss der Brücke wird von etwa 2,50 Metern auf 5,60 Meter erhöht. Neue Stützwände sollen das Bauwerk robuster machen. „Für den Brückenbau haben wir den Bach umgeleitet, um die Baugrundsohle trocken zu halten“, erzählt Holger Wilhelm von Wilhelm& Co Straßen- und Wegebau GmbH in Mutzschen. Er beobachtete mit Spannung das Spektakel. Seine Firma, die seit 26 Jahren besteht, baute nunmehr die sechste Brücke, und so wusste er genau worauf es ankommt. Argwöhnisch beobachtete er den Bach, der sich mit immer mehr Wasser füllte. „Ich hoffe, dass wir es schaffen, noch trockenen Fußes den Brückenrohbau zu beenden“, sagt er. Denn nach dem ersten Segment, hatten sich Sandsäcke gelöst und Wasser in Richtung der Baustelle fließen lassen. Doch der Polier Wendler hatte schnell wieder das Loch gestopft. Dann ging es weiter, und das zweite und dritte Teil schwenkte ohne Störungen auf die Baustelle. Dabei regnete es weiter ohne Unterlass.

Holger Wilhelm rechnet damit, dass der Brückenbau noch einige Wochen in Anspruch nehmen wird. Doch voraussichtlich zu Weihnachten werden die Wagelwitzer dann trockenen Fußes über ihre neue Brücke gehen können. Doch bis dahin bleibt noch viel zu tun. In den nächsten Wochen wird unter anderem das Ufer mit Stützwänden befestigt, die Brücke abgedichtet, die Entwässerung angebunden und schließlich die Straße asphaltiert. In einem zweiten Bauabschnitt ist in Wagelwitz vorgesehen, die Serkaer und die Gastewitzer Straße in der Ortslage Wagelwitz zu erneuern.

Von Cornelia Braun

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