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Grimma Büchlein zum 40. Geburtstag des Museums Wassermühle in Höfgen
Region Grimma Büchlein zum 40. Geburtstag des Museums Wassermühle in Höfgen
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11:39 06.05.2016
Wassermühle Höfgen: Stolz zeigt Hans-Henning Ruhmer die Broschüre „Höfgen und die Wassermühle“. Quelle: Andreas Röse
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Höfgen/Grimma

Hans-Henning Ruhmer, Chef des Mühlenvereins, ist glücklich. Seit 40 Jahren empfängt das Museum Wassermühle in Höfgen, im Dorf der Sinne, Gäste und Besucher. In seinen besten Zeiten waren es 13.000 Besucher. Am 24. Juni soll es eine Geburtstagsfeier geben. Doch zuvor ist großer Backtag am Sonnabend, 7. Mai, in Höfgen. Gegen 12 Uhr gibt es frisches Mühlenbrot und später Zuckerkuchen und Fettbemmchen in der Mühle.

Interessantes technisches Denkmals: Seit 40 Jahren empfängt das Museum Wassermühle zahlreiche Besucher. Quelle: Andreas Röse

Anlässlich des 40. Geburtstages ist es gelungen, die beliebte Broschüre über die Höfgener Mühle, das Museum und das Dorf nach 20 Jahren neu aufzulegen. Dabei wurde der Förderverein Wassermühle Höfgen von der Stadt Grimma unterstützt. Die Texte dazu schrieb der Vorsitzende des Geschichts- und Altertumsvereins zu Grimma und ehemaliger Chef des Kreismuseums, Rudolf Priemer. Denn die Mühle gehörte einst zum Kreismuseum. Natürlich schrieb auch Hans-Henning Ruhmer Texte mit auf. Denn er ist mit der Mühle aufgewachsen. Wann genau das Museum eröffnet wurde, steht nicht exakt fest.

Man einigte sich auf den 8. Mai 1976, weil das zu den damaligen Verhältnissen passen würde: „Die Wassermühle Höfgen wurde 1976 anlässlich des IX. Parteitages als Denkmal der Produktions- und Verkehrsgeschichte der Öffentlichkeit übergeben, steht in einer Broschüre des Kreismuseums Grimma aus den späten siebziger oder achtziger Jahren“, weiß Hans-Henning Ruhmer. Dass Mühlenbesitzer Ruhmer sich über den 40. Geburtstag so freut, hat auch damit zu tun, dass der Kenner der Mühle mehr als einmal dachte, dass das letzte Stündlein des technischen Denkmals geschlagen hat. Das Hochwasser 2002 und auch 2013 hatte der mehrere hundert Jahre alten Mühle stark zugesetzt. Erst 1999 war die Mühle wieder in den Besitz der Familie Ruhmer gelangt, die schon von 1859 bis 1962 Eigentümer war. Bei der Sanierung nach der Flut 2002, für die der eiligst gegründete Verein zur Erhaltung der Wassermühle Höfgen sich bemühte, Geld zu beschaffen, musste einiges an Originalstücken ersetzt werden.

Dabei war der jetzige Vorstand des Vereins Michael Hofmann unermüdlich. Denn der alte Backofen und der Schornstein mussten ersetzt werden und auch am Mahlwerk wurden etliche Teile erneuert werden. Auch 2013 setzte die Flut der Mühle zu. Es musste ein neuer Antrieb für die Mühle gebaut werden. Sowohl das Wasserrad als auch das Kammrad sanierte der Mühlenbaubetrieb Gottfried Schumann. Heute ist der Verein froh über die sanierte Mühle. „Allerdings bereitet uns die Betreuung der Mühle Kopfschmerzen“, sagt der Vereinschef.

Durch den Vorstand des Mühlenvereins, Michael Hofmann, ist es in diesem Jahr noch einmal gelungen, über die Wirtschaft Geld aufzutreiben. „Wir konnten Antje Möser für 16 Stunden in der Woche einstellen. Doch sie könnte viel mehr Stunden gebrauchen“, so der Mühlenvereinschef. Schließlich sei die Nachfrage nach Führungen und Projekttagen viel größer. „In Höfgen befindet sich immerhin eine voll funktionsfähige Mühle. Hier erhält man einen Einblick wie die Müllerfamilie um 1850 lebte“, wirbt er.

Von Cornelia Braun

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